Katholische Kirche Vatikanischer Ex-Rechnungsprüfer wegen Verleumdung verurteilt

Ein ehemaliger Rechnungsprüfer im Vatikan, Nunzio Scarano, ist wegen Verleumdung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Vom Vorwurf der Korruption sprachen die Richter ihn frei.

Don Nunzio Scarano: Bewährungsstrafe wegen Verleumdung
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Don Nunzio Scarano: Bewährungsstrafe wegen Verleumdung


Der Prälat Nunzio Scarano ist in Rom von einem Bezirksgericht zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe wegen Verleumdung verurteilt worden. Scarano hatte 2013 einen Skandal im Vatikan ausgelöst, weil er einen Ex-Geheimdienstmann beauftragt haben soll, 20 Millionen Euro Bargeld per Privatjet aus der Schweiz nach Italien zu bringen.

Der ehemalige Rechnungsprüfer der vatikanischen Güterverwaltung APSA war im Juni 2013 festgenommen worden, etwa ein halbes Jahr später hatte der Prozess gegen ihn begonnen. Nun entschieden die Richter, Scarano lediglich wegen Verleumdung zu verurteilen. Scarano soll den ebenfalls in den Skandal verwickelten Ex-Geheimdienstmann unter anderem fälschlicherweise des Diebstahls beschuldigt haben. Die Anklage hatte eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren gefordert. Vom Vorwurf der Korruption wurde der 64-Jährige freigesprochen.

Der Skandal um Scarano hatte 2013 für Schlagzeilen gesorgt, weil er auch ein Schlaglicht auf die Finanzen des Kirchenstaats und die umstrittene Vatikanbank IOR geworfen hatte, zu der Scarano Verbindungen hatte. Der Geistliche, gegen den auch wegen Geldwäsche ermittelt worden war, hatte seine Unschuld betont. Seine Anwälte kündigten an, wegen der Bewährungsstrafe in Berufung gehen zu wollen.

ala/dpa



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