Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Kaution für Strauss-Kahn: Freiheit in Fesseln

Von , New York

Fast zwei Stunden dauerte die Verhandlung, dann stand fest: Der zurückgetretene IWF-Chef Strauss-Kahn kommt auf Kaution frei, bleibt aber unter Hausarrest und muss eine elektronische Fußfessel tragen. Das Schlimmste steht ihm noch bevor - ein monatelanger Sensationsprozess.

AFP

In einer rostigen Vitrine neben der Schwingtür zum Verhandlungssaal 1324 hängt ein Zettel, mit bunten Nadeln festgepinnt. 44 Namen sind da durchnummeriert und sauber untereinander getippt - die Namen der Angeklagten, die hier heute aufgerufen sind, von "Escobar, Joshua, Nr. 02379-2011" bis "Ramos, Adalberto, Nr. 04435-2008". Der älteste Fall stammt aus dem Jahr 2005, ein Fall von 2008 ist anonymisiert, und bis auf vier sind alle Angeklagten Männer.

Der Angeklagte aber, auf den draußen auf dem fensterlosen, nach Mottenkugeln müffelnden Marmorflur seit Stunden schon Dutzende Reporter warten und Hunderte weitere unten, hinter Polizeibarrikaden vor den Gerichtstoren, findet sich auf der Tagesordnung nicht wieder. Sein Name ist erst viel später hinzugefügt worden.

Schon der Ton der Gerichtsdiener offenbart, dass es sich dabei nicht um einen der üblichen Schwindler, Schläger oder Diebe handelt, die sonst hier in Lower Manhattan, im 13. Stock des Supreme Courts durchgeschleust werden. "Zurücktreten!", bellt eine resolute Beamtin, Pistole, Schlagstock und Pfefferspray am Gürtel. "Dieser Bereich muss freibleiben!"

Fotostrecke

9  Bilder
Anhörung in New York: Strauss-Kahns erster Erfolg vor Gericht
Drinnen ist der schlichte, getäfelte Saal bis zum letzten Platz gefüllt. Als der Angeklagte schließlich am Nachmittag hineingeführt wird, geht ein Raunen durch die Holzbänke. Doch Richter Michael Obus sorgt schnell für Ruhe.

Dominique Strauss-Kahn, 62, der in der Nacht zuvor als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten ist, sieht etwas besser aus als bei seinem vorherigen Gerichtsauftritt. Diesmal ist er rasiert und gekämmt, er trägt einen grauen Seidenanzug und ein hellblaues, offenes Hemd. Mit einem kurzen Lächeln grüßt er Ehefrau Anne Sinclair und Tochter Camille Strauss-Kahn in der ersten Zuschauerbank. Letztere umklammert die Hand ihrer Stiefmutter so fest, dass die Knöchel weiß sind.

"Viel mehr Make-up als sonst"

Sinclair selbst wirkt wie unter Schock. "Sie ist am Boden zerstört", sagt eine französische Journalistin. "Viel mehr Make-up als sonst."

Zwei Wärter flankieren Strauss-Kahn. Als er sich an die Anklagebank setzt, baumeln ihre Handschellen direkt auf seiner Augenhöhe.

Die ganze Prozedur hat etwas zutiefst Bizarres. Da hockt er also, einer der einst mächtigsten Finanzherrscher der Welt, und kämpft um den letzten Rest seiner Würde. Sein Ruf ist längst dahin, nun muss er auch noch um seine Freiheit betteln, unter demütigenden Auflagen. Zu Recht, findet die Lokalpresse: "Entehrt", titelt die "New York Post".

Als Richter Obus sie ihm schließlich gewährt, nach fast zweistündiger Verhandlung und einer Standpauke, ist diese "Freiheit" auf Kaution, unter Hausarrest, mit elektronischer Fußfessel und unter konstantem Blick eines Aufsehers, bei aller Erleichterung doch nur ein flüchtiger Pyrrhussieg. Das Schlimmste kommt ja noch.

Eigentlich sollte es nur ein ganz normaler Kautionstermin werden. Eine Formalität, von der Verteidigung beantragt, um ihren VIP-Mandanten aus der Einzelzelle auf der Gefängnisinsel Rikers Island freizuschlagen, wo er seit Montag als Untersuchungshäftling sitzt.

Stattdessen eröffnet der stellvertretende Staatsanwalt John McConnell die Anhörung mit dem sprichwörtlichen Paukenschlag, und gleich sieht es schlecht aus für Strauss-Kahn.

Es wird zu einem monatelangen Prozess kommen

Triumphierend verliest McConnell die formelle Anklage, die die Grand Jury soeben gegen Strauss-Kahn erhoben hat, nach zweitägiger Zeugenanhörung und Sichtung der Beweislage. Das war erst für Freitag erwartet worden. Das Große Geschworenengericht stimmt allen sechs Anklagepunkten zu, die die Staatsanwaltschaft zuvor gegen den Franzosen vorgebracht hat.

Damit steht fest: Es wird zu einem monatelangen Prozess kommen - es sei denn, Strauss-Kahn bekennt sich schuldig. So oder so: Der Angeklagte, der während des Verfahrens nun in New York bleiben muss, wird sein Heimatland so bald nicht wiedersehen.

Der junge McConnell, den sie nur Artie nennen, spricht unaufgeregt, doch seine Worte hallen nach. "Versuchte Vergewaltigung." "Sexuelle Nötigung." "Freiheitsberaubung." Stumm hallt da auch das Höchststrafmaß mit - 25 Jahre.

"Die Beweislast gegen ihn ist umfangreich", sagt McConnell. "Sie wächst jeden Tag weiter."

Die forensischen Untersuchungen, fährt er fort, bestätigten die Aussage des Zimmermädchens. Der Angeklagte habe "impulsives kriminelles Verhalten" zutage gelegt, indem er das Hotel Sofitel "sehr hastig" verlassen habe. Strauss-Kahn schüttelt daraufhin bestimmt den Kopf.

"Das ist größer als O.J."

Für McConnell, der diesen Fall als Vizechef der New Yorker Staatsanwaltschaft betreut, ist dies sein bisher größter Fisch - Karrieremacher oder Karrierekiller. "Das ist größer als O.J.", schreibt das Justizblog "Law and More" in Anspielung auf den spektakulären Jahrhundertprozess 1995 gegen den Ex-Footballstar O.J. Simpson.

McConnell argumentiert dagegen, Strauss-Kahn gegen Kaution freizulassen. Der Multimillionär habe die Mittel, sich bequem jenseits des Zugriffs der US-Justiz abzusetzen.

Strauss-Kahns Strafverteidiger William Taylor nennt die Behauptung, sein Mandant könnte sich "nach Frankreich beamen" und dort verstecken, "lachhaft". Er sei ein Mann, dessen Gesicht inzwischen auf der ganzen Welt bekannt sei. "Schauen Sie nur ihn und seine wunderbare Familie an", sagt er zu Obus, "und ziehen Sie daraus Ihre eigenen Rückschlüsse."

Die Verteidigung offeriert erneut eine Million Dollar Kaution - eine Summe, die Haftrichterin Melissa Jackson am Montag noch abgelehnt hat. Darüber hinaus könnte Strauss-Kahn während des Prozesses in Manhattan unter Hausarrest bleiben, elektronisch und von Wärtern bewacht. Man habe dazu eigens eine Sicherheitsfirma angeheuert - dieselbe, die 2009 auch den Hausarrest des Milliardenbetrügers Bernard Madoff managte.

"Härter", sagt Taylor, gehe es nicht.

Obus ruft eine Pause aus. Er lässt sich keine Neigung anmerken. Es steht auf der Kippe.

"Erinnert sich keiner mehr an Bill Clinton?"

Auf dem Flur stehen die französischen Journalisten in Grüppchen beisammen. Einer beschwert sich, dass die Amerikaner alle Franzosen pauschal als Schürzenjäger abtäten. "Erinnert sich keiner mehr an Bill Clinton?"

Auf der Straße vor dem Gericht balgen sich TV-Teams und Fotografen, bewaffnet mit Stativen, Klappstühlen, Stehleitern. So einen Ansturm hat der düstere Art-déco-Justizbunker seit Jahrzehnten nicht erlebt. Das letzte Mal, dass das Interesse so groß gewesen sei? 1980, sagt Gerichtssprecher David Bookstaver: Damals wurde hier gegen Mark David Chapman verhandelt, den Mörder von John Lennon.

Richter Obus macht es spannend. Er stimme der Staatsanwaltschaft zu, dass Strauss-Kahn die Mittel habe, nach Frankreich zu flüchten, das kein Auslieferungsabkommen mit den USA habe. "Es könnte sehr schwer sein, wenn nicht unmöglich, ihn zurückzuholen."

Schließlich verkündet er seine Entscheidung: Kaution, unter besagten Auflagen. Zusätzlich muss Strauss-Kahn eine Versicherungspolice über fünf Millionen Dollar aufnehmen. Strauss-Kahn scheint kurz erleichtert aufzuseufzen.

Dann wendet sich der Richter mit ernstem Blick direkt an den Angeklagten vor ihm. Der Prozess beginne am 6. Juni. "Ich erwarte, dass Sie hier erscheinen." Wenn es das "kleinste Problem" gebe, werde die Kaution widerrufen.

Trotzdem wird Strauss-Kahn für die Nacht noch einmal zurück nach Rikers Island verbracht, bis zum Abschluss der Formalitäten. Er werde am Freitag entlassen, sagt Taylor später vor dem Gericht. "Wann genau, wissen wir aber nicht."

Oberstaatsanwalt Cyrus Vance betont, eine Freilassung auf Kaution bedeute nicht, dass Strauss-Kahn unschuldig sei - im Gegenteil. Auch wenn ihm "der ganze Schutz eines fairen Prozesses" zustehe: "Unter amerikanischem Recht sind dies extrem ernste Vorwürfe."

Dabei, sagt Vance und rückt seine Brille zurecht, spiele es keine Rolle, welchen Status der Angeklagte habe. Für ihn gehe es nur um eines: "zu tun, was richtig ist, ohne Furcht oder Gunst, wo immer das auch hinführt".

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 310 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Freiheit auf Abruf
petsche 20.05.2011
Mir tut der Mann leid da ich die " Dame " fuer sehr unglaubwuerdig halte. Erzwungener Oralsex und der Lady faellt es nicht ein mal ein wenig zuzubeissen. Na sowas . Nach einem kraeftigen Biss in den Piummel ist der '" Herr " das Opfer. Sein Geiz macht ihn nun zum Opfer. Mit einem Scheck ueber eine 5 stellige Summe in der Hand haette die Lady sich kaum bei ihren Kolleginnen ueber den Gewalttaeter beschwert.
2. Wenn ich
hilfloser, 20.05.2011
das Procedere richtig verstanden habe, hat 2 Tage lang eine "Grand Jury" alle Beweise geprüft, also DNA Material, Videoaufzeichnungen, Zeugenaussagen, logische Zusammenhänge etc und ist zu dem Schluß gekommen das in allen DSK zur Last gelegten 6 Punkten Anklage erhoben werden soll. Das tun die Mitglieder des Gremiums sicher nicht aus Blauem Dunst heraus. Ich denke der Angeklagte wird sein Heimatland, wenn überhaupt, als alter Mann wiedersehen. Denn sollte auch nur die Hälfte der Anklagepunkte bestätigt werden gäbe das sicher trotzdem keine Strafe unter 10 Jahren. Dem Mann muß dermaßen die Sicherung durchgeknallt sein in diesen Minuten das das schon pathologisch zu nennen ist. An eine großangelegte Verschwörung um DSK los zu werden glaube ich nicht mehr, denn dieses Ziel ist ja mittlerweile längst erreicht. Was passiert eigentlich wenn er sich "schuldig" bekennen würde?
3. So
Steppenwoolf, 20.05.2011
Zitat von petscheMir tut der Mann leid da ich die " Dame " fuer sehr unglaubwuerdig halte. Erzwungener Oralsex und der Lady faellt es nicht ein mal ein wenig zuzubeissen. Na sowas . Nach einem kraeftigen Biss in den Piummel ist der '" Herr " das Opfer. Sein Geiz macht ihn nun zum Opfer. Mit einem Scheck ueber eine 5 stellige Summe in der Hand haette die Lady sich kaum bei ihren Kolleginnen ueber den Gewalttaeter beschwert.
Es geht doch einfach nichts über gesunde Vorurteile, gell?
4. eher so
kr-invest 20.05.2011
Zitat von hilfloserdas Procedere richtig verstanden habe, hat 2 Tage lang eine "Grand Jury" alle Beweise geprüft, also DNA Material, Videoaufzeichnungen, Zeugenaussagen, logische Zusammenhänge etc und ist zu dem Schluß gekommen das in allen DSK zur Last gelegten 6 Punkten Anklage erhoben werden soll. Das tun die Mitglieder des Gremiums sicher nicht aus Blauem Dunst heraus. Ich denke der Angeklagte wird sein Heimatland, wenn überhaupt, als alter Mann wiedersehen. Denn sollte auch nur die Hälfte der Anklagepunkte bestätigt werden gäbe das sicher trotzdem keine Strafe unter 10 Jahren. Dem Mann muß dermaßen die Sicherung durchgeknallt sein in diesen Minuten das das schon pathologisch zu nennen ist. An eine großangelegte Verschwörung um DSK los zu werden glaube ich nicht mehr, denn dieses Ziel ist ja mittlerweile längst erreicht. Was passiert eigentlich wenn er sich "schuldig" bekennen würde?
Keine Ahnung, aber ich denke auch, erzwungener Oralsex ist nicht sehr glaubwürdig... für mich ist er unschuldig und das eine große Lachnummer, leider nciht für ihn. Ich hoffe er wird entschädigt, wenn die Schuld nciht nachweisbar ist.
5. Schweigen ist Gold
frigor 20.05.2011
Zitat von petscheMir tut der Mann leid da ich die " Dame " fuer sehr unglaubwuerdig halte. Erzwungener Oralsex und der Lady faellt es nicht ein mal ein wenig zuzubeissen. Na sowas . Nach einem kraeftigen Biss in den Piummel ist der '" Herr " das Opfer. Sein Geiz macht ihn nun zum Opfer. Mit einem Scheck ueber eine 5 stellige Summe in der Hand haette die Lady sich kaum bei ihren Kolleginnen ueber den Gewalttaeter beschwert.
Es steht Ihnen frei, sich auf die Seite von DSK zu stellen. Nur sollten Sie auf Ihren Kommentar verzichten, wenn Sie nur auf primitive Art und Weise argumentieren können.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Nachfolgedebatte: Kandidaten für IWF-Chefposten

Der IWF
Die Institution
Gegründet wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) zusammen mit seiner Schwesterinstitution Weltbank im Juli 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods. Der in Washington ansässige Fonds wacht als Sonderorganisation der Vereinten Nationen über die Währungspolitik seiner 186 Mitgliedsländer. Jedes Land muss entsprechend seinem Anteil an der Weltwirtschaft eine Einlage leisten und verfügt über entsprechende Stimmrechte. Die reichsten Länder haben damit den größten Einfluss.

Die Arbeit des IWF
Der IWF tritt vor allem bei Finanz- und Wirtschaftskrisen öffentlich in Erscheinung. Indem er einzelne Staaten unterstützt, soll er vor allem verhindern, dass sich Krisen ausbreiten und ganze Regionen oder gar das gesamte internationale Finanzsystem treffen. Der Fonds kann mit kurzfristigen Krediten die Defizite in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgleichen. Zudem leistet er Mitgliedstaaten technischen Beistand für den Umbau von Institutionen und bei der Gestaltung von Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Häufige Kritik
Die Bedingungen, die an die Vergabe der Gelder geknüpft werden, stoßen in den betroffenen Ländern und bei Globalisierungskritikern allerdings oft auf Unmut. Verordnet werden von der Institution aus Washington meist radikale Einschnitte in die Staatshaushalte, die Öffnung der Märkte und Privatisierungen. Diese jedoch verschärfen die Krisen nach Ansicht der Kritiker oft noch weiter. Nach Reformen ist inzwischen vorgesehen, dass der IWF verstärkt die sozialen Auswirkungen von Krisen und Hilfsmaßnahmen beachtet.

Die Direktorin
Seit Ende Juni 2011 steht die frühere französische Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde an der IWF-Spitze. Sie ist die erste Frau auf diesem Posten.
Wer wählt den Direktor?
Das Exekutivdirektorium des IWF besteht aus 24 Direktoren. Fünf von ihnen werden von den Mitgliedstaaten mit den größten Quoten ernannt, die verbleibenden vertreten jeweils mehrere Mitgliedsländer. Je mehr ein Land einzahlt, desto höher ist seine Quote. Deshalb haben die USA einen Stimmanteil von fast 17 Prozent, Japan von etwas mehr als sechs und Deutschland knapp unter sechs Prozent. Die USA verfügen über eine Sperrminorität. Denn zentrale Beschlüsse im IWF - wie auch die Wahl des kommenden Geschäftsführenden Direktors - müssen mit einer Mehrheit von 85 Prozent getroffen werden.

Die Direktoren wählen den Geschäftsführenden Direktor. Er ist für das Tagesgeschäft, die Organisation und die Personalpolitik des Fonds zuständig. Der Direktor wird vom Exekutivdirektorium kontrolliert, dieses kann ihm die Amtsführung entziehen. Grundsatzentscheidungen werden vom Gouverneursrat des IWF und vom International Monetary and Financial Committee getroffen, die bei den Herbst- und Frühjahrstagungen von IWF und Weltbank zusammenkommen.
Informelle Vereinbarung
Die USA und Europa haben sich informell darauf verständigt, wichtige Posten untereinander aufzuteilen. So stellen die USA traditionell den Direktor der Weltbank, während der Geschäftsführende Direktor des IWF von einem EU-Mitgliedsland gestellt wird. In den Statuten ist diese Regelung nicht verankert. Besonders die Schwellenländer dringen seit Jahren darauf, dass das informelle Abkommen gekippt und der Posten des Direktors ausgeschrieben wird.
Bedingungen für Hilfe
Der IWF arbeitet mit dem Land ein Programm aus, das konkrete Vorgaben zur Überwindung der Krise umfasst, zum Beispiel Vorgaben zur Haushaltspolitik. Die Kreditlinien werden üblicherweise in mehrere Tranchen gestückelt, deren Auszahlung an das Erreichen von Zwischenzielen gebunden ist. Üblich sind Kreditlaufzeiten von bis zu drei Jahren, die bei schweren Krisen aber verlängert werden können. Das angeschlagene Land legt seinen Sparplan im Detail offen. Bei Bedarf sind nachträgliche Änderungen möglich.
Fotostrecke
Der IWF: Struktur des Währungsfonds


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: