KENNEDY-ATTENTAT

Welche Rolle spielten Außerirdische?


Musste Kennedy sterben, weil er zu viel wusste - und zu viel erzählen wollte? Im Internet kursierte die These, dass "Einzelpersonen innerhalb der Regierung" die Ermordung des Präsidenten angeordnet hätten, um die Existenz von Aliens geheim zu halten. Unter anderem meldet die auf Okkultes spezialisierte Webseite allmystery.de, der US-Präsident habe die Welt vollständig über die Existenz von Ufos aufklären wollen. Der Titel der Rede, die angeblich für den 22. November 1963 geplant gewesen sei: "Bürger dieser Erde: Wir sind nicht allein!".

Alien-Darstellung: "Aus dem entfernteren äußeren Weltraum"

Alien-Darstellung: "Aus dem entfernteren äußeren Weltraum"

Kennedy habe erklären wollen, dass die US-Regierung Kontakt zu Außerirdischen gehabt habe - um das zu verhindern, hätte ihn die "Kugel eines Meuchelmörders" getroffen, berichtet der Dienst unter Berufung auf den angeblichen JFK-Forscher Lawrence Merrick. Auszug aus der angeblichen Rede: "Im Jahr 1947 retteten unsere Militärkräfte in der trockenen Wüste New Mexikos die Überreste eines (verunglückten) Raumschiffs unbekannter Herkunft. Die Wissenschaft stellte bald fest, dass dieses Fahrzeug aus dem entfernteren äußeren Weltraum stammt. Seit dieser Zeit hat unsere Regierung Kontakte mit den Erbauern dieses Raumfahrzeugs gepflegt."

Noch mehr Verdächtige:

Freimaurer: Angeblich waren im Geheimbund nicht nur Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson und CIA-Chef J. Edgar Hoover, sondern auch mehrere Mitglieder der Warren-Kommission, die den Mord untersuchte. Als Motive werden Machterhalt bzw. Machterweiterung der Geheimbündler genannt, aber auch eine Schwächung des Einflusses der katholischen Kirche aufs Weiße Haus.

Mossad: In Verschwörungstheorien taucht kaum eine Organisation öfter auf als der israelische Geheimdienst - daher ist es kein Wunder, dass der Mossad als verantwortlich für die Ermordung Kennedys genannt wird. Im Internetforum John-F-Kennedy.net ist nachzulesen: Im Jahr 1992 habe der Vertreter des US-Bundesstaates Illinois, Paul Findley, in einem Interview erklärt: Es sei "interessant - aber nicht überraschend", dass der Mossad niemals mit den tödlichen Schüssen in Dallas in Zusammenhang gebracht worden sei. Das änderte sich mit dem Erscheinen des Buchs von Michael Collins Piper. Der Geheimdienst, so der Autor, habe "die Mittel, die Gelegenheit und das Motiv" gehabt - das da lautet: Kennedy habe Israel verboten, eine Atommacht zu werden - und das habe ihm der damalige Präsident David Ben Gurion verübelt. Dieser schied im Übrigen schon fünf Monate vor Kennedys Ermordung aus dem Amt aus.

Zur "Castro-Theorie" | Zur "CIA-Theorie"

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