Berufungsprozess Kevin Großkreutz muss nicht aussagen

Im ersten Prozess zur Prügelattacke auf Kevin Großkreutz erschien der 29-Jährige nicht vor Gericht. Im kommenden Berufungsverfahren muss der Fußballprofi nicht aussagen.

Kevin Großkreutz (Archiv)
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Kevin Großkreutz muss in der Neuauflage des Prozesses um eine Prügelattacke auf ihn nicht aussagen. Bei der Berufungsverhandlung eines vom Amtsgericht Stuttgart verurteilten Schlägers am 24. Januar gehe es nur noch um eine mögliche Reduzierung der Strafe, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Zeugen seien für die Verhandlung nicht geladen.

Die bei ihrer Verurteilung 17 und 18 Jahre alten Männer wurden wegen einer nächtlichen Prügelattacke auf den Fußballer zu Haftstrafen verurteilt. Großkreutz war dem Prozess ferngeblieben. Der ältere der beiden verurteilten Männer hat laut seinem Anwalt angekündigt, seine Berufung gegen das Urteil vom 5. Oktober zurückzuziehen.

Gegen den 18-Jährigen war, unter Einbeziehung eines anderen Urteils aus diesem Jahr, wegen Körperverletzung eine Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Haft verhängt worden. Das Amtsgericht hatte den 17-Jährigen, der zur Tatzeit unter Bewährung stand, wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

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Großkreutz war laut Staatsanwaltschaft nach der Attacke bewusstlos und musste sich mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandeln lassen. Die Auseinandersetzung unweit des Stuttgarter Rotlichtviertels kostete ihn auch seinen Platz beim damaligen Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart.

Der Verein löste den Vertrag mit dem Rechtsverteidiger mit sofortiger Wirkung auf, da er seine Vorbildfunktion nicht erfüllt hätte. Inzwischen spielt der 29-Jährige für Bundesligaabsteiger Darmstadt 98.

bbr/dpa

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