Kidnapping Russische Polizei fasst Kaspersky-Entführer

Bei der Übergabe von drei Millionen Euro Lösegeld schlug die Polizei zu: Der Sohn des Antivirus-Experten Eugene Kaspersky ist frei, fünf mutmaßliche Entführer wurden festgenommen.

Antivirus-Experte Kaspersky: Sohn befreit, Entführer geschnappt
AFP

Antivirus-Experte Kaspersky: Sohn befreit, Entführer geschnappt


Moskau - Der entführte Sohn des erfolgreichen russischen Software-Entwicklers Eugene Kaspersky, 45, ist nahe Moskau von der Polizei befreit worden. Fünf Verdächtige seien bei der Übergabe des geforderten Lösegelds von drei Millionen Euro festgenommen worden. Das sagte ein Polizeisprecher am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax.

Der Sohn des bekannten Anti-Viren-Programmierers, Iwan Kaspersky, 20, war am Dienstag im Nordwesten von Moskau verschleppt worden. Sein Vater Eugene, Mitgründer der Firma Kaspersky Lab, besitzt nach Schätzungen des Magazins "Forbes Russia" ein Vermögen von 800 Millionen Dollar (etwa 546 Millionen Euro). Damit rangiert er auf Platz 125 der reichsten Menschen in Russland.

Ursprünglich hatte die Moskauer Zeitung "Kommersant" berichtet, Kaspersky habe nach Warnungen der Entführer die Polizei zunächst nicht informiert. Demnach habe er nach einer vorzeitigen Rückkehr von einer Dienstreise aus London nur seine Kontakte beim Geheimdienst FSB eingeschaltet. Der 45-jährige Kaspersky hatte in den Neunziger Jahren für das Verteidigungsministerium gearbeitet.



insgesamt 6 Beiträge
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moscow_online 24.04.2011
1. Danke, Sysop.
Zitat von sysopBei der Übergabe von drei Millionen Euro Lösegeld schlug die Polizei zu: Der Sohn des Antivirus-Experten Eugene Kaspersky ist frei, fünf mutmaßliche Entführer wurden festgenommen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,758841,00.html
Danke, Sysop. Eine gute Nachricht fuer alle russischen Net-User.
Kassian 24.04.2011
2. .
Und was lernen wir daraus? Lieber niemanden entführen dessen Verwandtschaft Freunde beim FSB hat. Schätze mal da wird jetzt eine Spende hinfließen für die gute Kooperation.
MarkusKrawehl, 24.04.2011
3. Die Schlüsse
Alternativlektion: Niemals gegenüber jemandem eine Lösegeldforderung stellen, der die Summe einfach verzehnfachen und auf deinen Kopf ausloben kann.
teopred 24.04.2011
4. Dumm gelaufen
Zitat von MarkusKrawehlAlternativlektion: Niemals gegenüber jemandem eine Lösegeldforderung stellen, der die Summe einfach verzehnfachen und auf deinen Kopf ausloben kann.
Das haben die Entführer anscheinend nicht richtig bedacht. Sie werden wohl hoffentlich genug Zeit haben, diesen Umstand schmerzvoll nachzubedenken. Jedenfalls ist das Opfer frei, das ist eine gute Nachricht. Ganz ohne Elektroschockknochenbrüche wie im Falle Oetker und bei erinnerungsgemäß über 30 Mio DM an Auslöse, die dann aber schnell unbrauchbar wurden. Falscher Gegner, falsche Einschätzung, lange Erinnerungsphase erwünscht und kein Mitleid den Tätern, absolut keines.
moscow_online 24.04.2011
5. Genau
Zitat von MarkusKrawehlAlternativlektion: Niemals gegenüber jemandem eine Lösegeldforderung stellen, der die Summe einfach verzehnfachen und auf deinen Kopf ausloben kann.
So oder aehnlich kommentierte man das heute in Wochenschauen der russischen TV. Aber das der junge Mensch jetzt frei ist, ist trotzdem prima.
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