Mord an Ehefrau in Kiel 41-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

"Ich schäme mich, meine Frau getötet zu haben" - mit diesen Worten gestand ein 41-Jähriger die Messerstiche auf seine Ehefrau. Das Kieler Landgericht verurteilte ihn wegen Mordes.

Angeklagter (vorne rechts) neben seinem Anwalt Bernd Wagner im Landgericht Kiel
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Angeklagter (vorne rechts) neben seinem Anwalt Bernd Wagner im Landgericht Kiel


Das Landgericht Kiel hat für den Mord an einer 34-jährigen Frau eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen den Ehemann des Opfers verhängt. Der 41-Jährige hatte seine Frau am 15. März 2017 auf dem Weg zum Kindergarten in Kiel abgepasst und mit mindestens 23 Messerstichen getötet. Das Opfer verblutete auf offener Straße in der Nähe einer Schule.

Die 34-Jährige hatte ihren Mann, der sie über Jahre geschlagen haben soll, verlassen und kurz vor der Tat das Sorgerecht für die drei Kinder erhalten. Der jüngste, damals fünfjährige Sohn wurde zum Augenzeugen des Verbrechens.

Der Angeklagte hatte die Tat in einem Brief an den Vorsitzenden Richter gestanden: "Ich schäme mich, meine Frau getötet zu haben, verzweifle mit Abscheu an mir selbst." Zu schrecklich sei, was er seiner Frau und seinen Kindern angetan habe. An Einzelheiten erinnere er sich nicht, sondern nur noch an das Gefühl, "wie warmes Blut über die Hände floss".

Die Verteidigung hatte auf eine Affekttat und Totschlag plädiert. Doch die Richter folgten der Staatsanwältin, die für Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen nur lebenslange Haft als Strafe für möglich hielt.

bbr/dpa



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