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Schlag gegen Kinderpornografie: Hunderte Pädophile in sieben Ländern festgenommen

US-Polizisten haben bei einem internationalen Großeinsatz 245 mutmaßliche Pädophile festgenommen und 123 Kinder als Missbrauchsopfer identifiziert. Die Kinder waren zwischen zwei und zwölf Jahre alt, rund ein Drittel von ihnen lebte bei den Tätern.

Washington - In den USA und sechs weiteren Ländern sind bei einem internationalen Polizeieinsatz insgesamt 245 mutmaßliche Pädophile festgenommen worden; die meisten von ihnen, 222 Personen, leben in den USA. Aus ermittlungstaktischen Gründen nannte der Chef der US-Einwanderungs- und Zollbehörde, John Morton, die übrigen Länder nicht. Es gebe jedoch Fälle in Mexiko, so Morton.

Darüber hinaus konnten bei dem Einsatz mit Namen "Operation Sunflower" ("Operation Sonnenblume"), der bereits zwischen dem 1. November und dem 7. Dezember vergangenen Jahres stattgefunden hatte, 123 offenbar geschädigte Kinder ausfindig und in Sicherheit gebracht werden, davon 110 in den USA.

Die missbrauchten Kinder seien zwischen zwei und zwölf Jahre alt gewesen. Es habe sich dabei um 70 Mädchen und 53 Jungen gehandelt, so Morton. 44 von ihnen hätten noch bei ihren Peinigern gelebt.

Ermittler hatten fünf Wochen lang gefahndet, die "Operation Sunflower" wurde im Dezember abgeschlossen. Die Ermittlungen erzählten eine Geschichte weitreichender und gewalttätiger Ausbeutung sehr junger Kinder, sagte ICEMorton. "Die traurige Realität ist, dass Ausbeutung von Kindern ein Teil des modernen Lebens ist und auf der ganzen Welt in großem Stil vorkommt." Teilweise werde Kindesmissbrauch live im Internet gestreamt.

max/Reuters/AFP

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