Operation Orion: US-Behörden gelingt Schlag gegen Kinderpornoring

Den US-Behörden ist ein Schlag gegen Kinderpornografie gelungen. Die Beamten konnten zahlreiche Verdächtige festnehmen und Opfer retten. Die Aktion ist das Ergebnis einer umfangreichen Fahndung. Allein im vergangenen Haushaltsjahr haben die Behörden mehr als 300 Fälle untersucht.

Washington - Nach Angaben der Zollfahndung US Immigration and Customs Enforcement (ICE) in Washington seien 190 Verdächtige und 18 Opfer in Sicherheit gebracht worden. Der Erfolg sei Resultat der US-weiten sogenannten Operation Orion, in der Spezialagenten weit über die Staatsgrenzen hinaus ermittelt hätten. So sei es während der Operation im Mai zu Festnahmen in 33 Bundesstaaten sowie in Spanien, den Philippinen, Argentinien und Großbritannien gekommen.

Einige der missbrauchten Kinder haben nach ICE-Angaben in den Häusern der mutmaßlichen Täter gewohnt und mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Fahndungsaktion sei auch eine klare Warnung an alle, die Kinderpornografie verbreiten wollten, sagte ICE-Chef John Morton in der Mitteilung: "Wir sind da draußen und suchen euch, wir werden euch finden und ihr werdet verurteilt".

Die Untersuchung des Kinderpornorings hatte 2010 mit der Festnahme eines Mannes aus Indiana begonnen. Bei einer Durchsuchung seines Hauses hatten die Beamten belastende Bilder und Videos auf dem Computer gefunden. Die Kinder auf den Aufnahmen sollen zwischen zwei Monaten und vier Jahren alt gewesen sein. Der Mann ist in 65 Fällen zu einer Haftstrafe von insgesamt 315 Jahren verurteilt worden.

Ziel der Fahnder seien laut der ICE alle, die Kinderpornografie in Form von Fotos oder Videos besitzen, erhalten, transportieren, vertreiben, bewerben oder produzieren. Allein im vergangenen Haushaltsjahr (Oktober bis September) hätten die US-Behörden 3000 Fälle untersucht und mehr als 1400 Verdächtige festgenommen.

rom/dpa/AFP

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