Kindesmissbrauch: Sexualstraftäter wollte angeblich zurück ins Gefängnis

Der Sexualstraftäter Heinrich K. galt als Musterbeispiel für gelungene Resozialisierung - und wurde nach wenigen Tagen in Freiheit rückfällig. Nun behauptet der 49-Jährige, er habe das Mädchen nur missbraucht, um wieder ins Gefängnis zu kommen.

München/Dortmund - Heinrich K. saß wegen Kindesmissbrauch im Gefängnis. Nach seiner Freilassung galt er als Musterbeispiel für gelungene Resozialisierung, die Polizei lockerte die Kontrollen. Wenige Tage später verging sich K. an einem sieben Jahre alten Mädchen. Nun behauptet er, er habe die Tat nur begangen, weil er ins Gefängnis zurückwollte, berichtet der "Focus"..

Demnach sagte der 49-Jährige dem Haftrichter zur Begründung der Tat: "Ich wollte einfach zurück in den Knast." In Freiheit habe er sich "unsicher und bedroht" gefühlt. Die Staatsanwaltschaft Dortmund war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der einschlägig vorbestrafte Mann war im vergangenen Jahr aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden. Nach seinem Umzug nach Dortmund war er zunächst rund um die Uhr überwacht worden, aufgrund einer günstigen Prognose war die Überwachung dann jedoch gelockert worden.

jjc/dapd

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