Köln Betrüger erbeutet 44.000 Euro mit einer Pfandflasche

Ein Getränkehändler bereicherte sich um Zehntausende Euro, indem er einen Pfandautomaten manipulierte. Das Amtsgericht Köln hat den Mann nun verurteilt. Sein Trick war recht simpel.

Pfandflasche im Pfandflaschen-Rückgabe-Automat (Archiv)
imago/Norbert Schmidt

Pfandflasche im Pfandflaschen-Rückgabe-Automat (Archiv)


Mit einem dreisten Trick hat ein Getränkehändler einen Pfandautomaten manipuliert und 44.000 Euro Beute gemacht - mit nur einer Pfandflasche. Das Kölner Amtsgericht verurteilte den geständigen Mann wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Nach Feststellung des Gerichts hatte der 37-Jährige einen Pfandrückgabeautomaten mithilfe eines Holztunnels und eines Magnetsensors so umgebaut, dass Flaschen zwar gescannt, aber nicht geschreddert wurden. So konnte er dieselbe Flasche immer wieder neu einstecken und das Pfand einlesen lassen - schätzungsweise fast 180.000 Mal. Mit der Zeit kam auf diese Weise eine Summe von 44.362,75 Euro zusammen.

Der Deutschen Pfandsystem GmbH, die den Pfandausgleich zwischen den am System beteiligten Unternehmen organisiert, war der Betrug Medienberichten zufolge nicht aufgefallen. Erst ein anonymer Hinweis führte die Ermittler zu dem 37-Jährigen.

"Das ist ja schon logistisch eine Meisterleistung", zitiert der "Kölner Stadt-Anzeiger" den Richter aus dem Prozess. "Da haben Sie ja den ganzen Tag nichts anderes gemacht, als den Automaten zu bedienen." Darauf habe der Angeklagte geantwortet: "Ich habe ein Radio danebengestellt, weil es mir sonst zu langweilig war."

cnn/dpa



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