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Raserprozess in Köln: Bewährungsstrafen nach tödlichem Rennen

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Junge Raser: Reue vor Gericht

In Köln lieferten sich im März zwei junge Autofahrer ein illegales Rennen. Dabei wurde ein Unbeteiligter tödlich verletzt. Vor Gericht zeigten die Täter Reue.

Nach einem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang hat das Kölner Amtsgericht zwei junge Männer zu Jugendstrafen auf Bewährung verurteilt - wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung.

Die beiden 20-Jährigen hatten sich nach Überzeugung der Richter im vorigen März einen spontanen Wettkampf auf einer Ausfallstraße in Köln geliefert.

An einer roten Ampel fuhr einer der beiden Fahrer weiter und rammte ein Taxi. Ein darin sitzender Fahrgast erlitt so schwere Verletzungen, dass er drei Wochen später starb. Die anderen drei Fahrgäste und der Taxifahrer wurden ebenfalls verletzt. Beide Angeklagten hatten die Vorwürfe vor Gericht eingeräumt und sich für die Tat entschuldigt.

Polizei setzt Ermittlungsgruppe ein

In Köln starben im vorigen Jahr mehrere Menschen bei illegalen Autorennen. Die Polizei setzte eine Ermittlungsgruppe "Rennen" ein. Nach dem Unfall im März gab es bereits im April das nächste Opfer.

In Köln-Mülheim rasten zwei junge Männer mit Limousinen durch die Stadt. Einer erfasste mit seinem Wagen eine 19-jährige Radfahrerin, die einen Helm trug und auf dem Radweg fuhr. Der Fahrer soll mit mehr als Tempo 100 unterwegs gewesen sein. Im Juli wurde erneut ein Radfahrer tödlich verletzt.

sms/dpa

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