Köln Frau auf U-Bahn zugeschubst - Mann muss in die Psychiatrie

"Potenziell lebensgefährdend", aber keine Tötungsabsicht: Ein 26-Jähriger stieß eine junge Frau in Richtung einer U-Bahn und wird deshalb in die Psychiatrie eingewiesen.

U-Bahn in Köln (Symbolbild)
DPA

U-Bahn in Köln (Symbolbild)


Ein 26-Jähriger muss in die Psychiatrie, weil er eine amerikanische Touristin in Köln in Richtung einer einfahrenden U-Bahn gestoßen hatte. Die Richter am Landgericht kamen zum Schluss, dass der Angeklagte eine Körperverletzung mit "potenziell lebensgefährdender Behandlung" begangen habe - eine Tötungsabsicht stellten sie aber nicht fest.

Der Kopf der Bahn sei bereits elf Meter an der Touristin vorbeigefahren gewesen, als der Mann der Frau von hinten einen wuchtige Stoß gegen ihre Schultern verpasst hatte, sagte der Vorsitzende Richter zur Begründung. Die 19 Jahre alte Touristin aus den USA habe weder vor die Bahn noch zwischen die Wagen fallen können, wo sie "dem Tode geweiht" gewesen wäre.

Der Angeklagte handelte nach Überzeugung des Gerichts in schuldunfähigem Zustand. Er ist seit seiner frühen Jugend an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt.

Ursprünglich war dem Mann noch versuchter Mord vorgeworfen worden. Für die Touristin ging der Angriff einigermaßen glimpflich aus. Sie berührte die Bahn nicht und erlitt lediglich eine Schürfwunde.

bbr/dpa



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