Tod einer Radfahrerin in Köln Raser zeigen Reue bei Prozess-Neuauflage

Zwei Raser lieferten sich in Köln ein Rennen, eine Radfahrerin starb. Die beiden Autofahrer kamen mit Bewährungsstrafen davon. Nun prüft ein Gericht die Urteile.

Die Angeklagten mit ihren Anwälten
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Die Angeklagten mit ihren Anwälten


Wegen eines tödlichen Unfalls bei einem illegalen Autorennen in Köln stehen zwei Raser erneut vor Gericht. Eine 19 Jahre alte Radfahrerin war bei dem Unglück im April 2015 getötet worden. Das Kölner Landgericht verurteilte die beiden Angeklagten im vergangenen Jahr wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen. Das monierte der Bundesgerichtshof (BGH) - und hob das Urteil teilweise auf. Beanstandet wurde nicht die Höhe der Freiheitsstrafen, wohl aber deren Aussetzung zur Bewährung.

Nach Auffassung des BGH hatten die Kölner Richter im ersten Prozess nicht ausreichend berücksichtigt, wie sich die Bewährungsstrafen - in Höhe von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten - auf das allgemeine Rechtsempfinden der Bevölkerung auswirken würden. Das Urteil war bei vielen auf Unverständnis gestoßen. Außerdem hätten die Richter außer Acht gelassen, dass die Angeklagten die Gefahrenlage mit aggressivem Fahrstil vorsätzlich herbeiführten.

Unter diesen Aspekten beschäftigt sich nun eine andere Kammer des Kölner Landgerichts erneut mit dem Fall - sie muss entscheiden, ob die heute 24 Jahre alten Angeklagten doch noch ins Gefängnis kommen.

Am ersten Verhandlungstag bat einer der Angeklagten bei der Familie des Opfers um Entschuldigung. "Es tut mir unendlich leid, was ich angerichtet habe", sagte der Mann. "Ich gebe alles zu, was im Urteil steht, und bereue es zutiefst." Im ersten Prozess hatte er zwar eine moralische Mitschuld an dem Unfall eingeräumt, eine strafrechtliche Verantwortung aber zurückgewiesen. Den Unfallwagen hatte der andere Angeklagte gefahren.

Der Unfallfahrer hatte schon im ersten Prozess Reue gezeigt und die Tat zugegeben. Das neue Urteil soll noch vor Weihnachten fallen.

wit/dpa

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