Einsturz des Kölner Stadtarchivs Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Das Kölner Landgericht sprach drei Angeklagte im Prozess zum Einsturz des Stadtarchivs frei. Dagegen geht nun die Staatsanwaltschaft vor.

Einsturzstelle in Köln (Archivbild)
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Einsturzstelle in Köln (Archivbild)


Nach dem Urteil im Prozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Diese beschränke sich auf die Freisprüche der beiden angeklagten Mitarbeiter beteiligter Baufirmen, sagte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde.

Die Bewährungsstrafe, zu der ein Bauüberwacher der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) verurteilt worden war, wird nicht beanstandet. Über die Revision entscheidet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Auch der verurteilte KVB-Bauüberwacher hat Revision eingelegt.

Das Archivgebäude war am 3. März 2009 eingestürzt. Zwei Anwohner starben, etliche historische Dokumente wurden unter Schuttbergen begraben. Der Gesamtschaden liegt nach Schätzung der Stadt Köln bei 1,2 Milliarden Euro.

Dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Freitag zufolge steht "eindeutig und zweifelsfrei" fest, dass das Archiv wegen eines gravierenden Fehlers beim Bau einer neuen U-Bahn-Haltestelle einstürzte.

pia/dpa



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