Festnahmen Kölns Polizei findet gestohlene Handys aus Silvesternacht

Sechs Wochen nach den Übergriffen in Köln hat die Polizei zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Die Ermittler fanden in mindestens einem Fall Handys, die Frauen in der Silvesternacht gestohlen wurden.


Die Kölner Polizei hat im Zusammenhang mit den Übergriffen in der Silvesternacht drei Männer festgenommen. Die Ermittler hatten bei einem Mann bei einer Kontrolle am Hauptbahnhof ein Mobiltelefon gefunden, das einer Frau an Silvester aus der Tasche gestohlen worden war. Die Frau hatte angegeben, von mehrere Männern sexuell belästigt worden zu sein.

Den Ermittlungen zufolge kaufte der 24-Jährige das Handy wohl einem Marokkaner ab. Dieser konnte im nahegelegenen Bergisch Gladbach festgenommen werden. In dessen Zimmer fanden die Beamten demnach sechs weitere Handys und ein Tablet - bislang sei noch unklar, woher er die Geräte habe. Der 26-Jährige sollte noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 24-Jährige wurde wieder freigelassen.

Eine Streife der Bundespolizei am Düsseldorfer Bahnhof nahm zudem einen marokkanischen Asylbewerber fest. Neben Drogen sei auch bei ihm ein gestohlenes Handy aus der Silvesternacht gefunden worden. Der Mann habe ebenfalls angegeben, es gekauft zu haben.

45 Strafverfahren in Stuttgart

In Köln hatten in der Neujahrsnacht Dutzende Männer Frauen sexuell teilweise massiv bedrängt und beklaut. Unter den mutmaßlichen Tätern sollen viele Männer nordafrikanischer und arabischer Herkunft sein. In Stuttgart kam es zu ähnlichen Vorfällen. Sechs Wochen nach Übergriffen in der Innenstadt hat die Polizei dort 45 Strafverfahren eingeleitet.

28 mal ging es um Anzeigen wegen sexueller Nötigung, 17 Mal war Raub das Thema, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Hier umringten zumeist mehrere Täter ihr Opfer und bedrängten sie, um an Mobiltelefon, Geldbeutel oder Handtasche zu gelangen. Zwei verdächtige Männer im Alter von 20 und 21 Jahren kamen in Untersuchungshaft, es handelt sich um einen Iraker und einen Algerier. Beide schweigen zu den Vorwürfen.

gam/dpa

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