Angriff auf Fan Kollegah zieht Einspruch gegen Strafbefehl zurück

Rapper Kollegah begleicht nun doch die Geldstrafe für den Faustschlag gegen einen Fan. Zuvor hatte er "weitere Niederschläge" angekündigt, "auch wennse mich 18 Scheinchen kosten".

Kollegah (Archiv)
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Der deutsche Rapper Kollegah will nun doch für die gegen ihn verhängte Geldstrafe von 18.000 Euro aufkommen. Die Verteidigung des Musikers habe den Einspruch gegen einen entsprechenden Strafbefehl des Amtsgerichts Leipzig wegen des Angriffs auf einen Konzertbesucher zurückgezogen, sagte ein Gerichtssprecher. Gründe wurden nicht genannt.

Wegen Körperverletzung hatte das Amtsgericht den 33-Jährigen, der bürgerlich Felix Blume heißt, im August vergangenen Jahres zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen zu je 200 Euro verurteilt. Der Musiker hatte im März bei einem Konzert in Leipzig einen Besucher geschlagen und getreten, nachdem dieser nach seiner Sonnenbrille gegriffen hatte.

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Rapper: Kollegah schlägt Fan nieder

Kollegahs Anwalt sprach nach dem Vorfall von Notwehr und legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Gottfried Reims, der Anwalt des Rappers, sagte, er halte den Schlag für Notwehr. Kollegah sei von dem Fan provoziert und beleidigt worden. Das Amtsgericht hatte die Verhandlung daraufhin für den 12. März terminiert.

Der Rapper selbst hatte die Geldstrafe unter einem Post des Wetterdienstes damals mit den Worten kommentiert: "Weitere Niederschläge folgen dieses Jahr, auch wennse mich 18 Scheinchen kosten."

apr/dpa



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