Kolumbien Fahnder entdecken fünf Tonnen Kokain in Weinkeller

In Kolumbien haben Drogenfahnder mehr als fünf Tonnen Kokain auf einem Gehöft entdeckt. Das Rauschgift war für den europäischen Markt bestimmt.

Kolumbianische Fahnder bei der Arbeit
AFP

Kolumbianische Fahnder bei der Arbeit


In der Region Urabá, nahe der Grenze zu Panama, haben Ermittler 5,2 Tonnen Kokain im Weinkeller eines Gehöfts gefunden. Das Verteidigungsministerium erklärte, die Drogen seien dem größten kolumbianischen Verbrechersyndikat Clan del Golfo zuzurechnen.

Das Kokain sollte in Bananenkisten nach Europa verschifft werden, teilte eine Sprecherin des im Nordwesten Kolumbiens gelegenen Gouvernements Antioquia mit. Der Marktwert des Rauschgifts soll geschätzt 314 Millionen Dollar betragen haben.

Der Golf-Clan ging einst aus rechtsgerichteten Paramilitärs hervor. Er ist in Drogenschmuggel, illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt. Zudem wird er für zahlreiche Morde verantwortlich gemacht.

Die Ermittler mit dem Fund
AFP

Die Ermittler mit dem Fund

In Kolumbien sind weiter riesige Mengen Drogen im Umflauf. Ebenfalls am Dienstag wurde im südwestlichen Gouvernement Nariño nahe der Grenze zu Ecuador eine weitere Tonne Kokain konfisziert. Erst im November 2017 hatten Polizei und Militär in Antioquia den größten Kokainfund in der Geschichte des Landes gemacht: Damals wurden insgesamt zwölf Tonnen Kokain beschlagnahmt.

In Deutschland wurde 2017 mit knapp sieben Tonnen so viel Kokain konfisziert wie noch nie. Laut Zoll und Bundeskriminalamt liegt dies am "hohen Zufuhrdruck aus Südamerika" - eine erhöhte Produktion führt demnach zu einer deutlichen Zunahme von Kokainexporten nach Westeuropa und Deutschland.

Im Video: Die Krieger des Kokain - Mama Coca

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ala/dpa



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