München - Der mutmaßliche Doppelmörder von Krailling hat am Tatort offenbar verräterische Spuren hinterlassen. Im Prozess um den Mord an zwei kleinen Mädchen sagte am Freitag eine Expertin der Spurensicherung vor dem Münchner Landgericht aus. Demnach konnten zwei sichergestellte Fingerabdrücke eindeutig dem Angeklagten zugeordnet werden. Die Abdrücke fanden sich an einer am Tatort sichergestellten Batterie, sowie auf einer Rechnung, die den Kauf eines Seils quittiert.
Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der 51-Jährige seine acht und elf Jahre alten Nichten brutal ermordet hat, um an ihr Erbe zu kommen. Zu den Tatwerkzeugen gehörte neben einem Messer und einer Hantelstange auch ein Seil.
Der Mann muss sich seit dem 17. Januar wegen Mordes an seinen Nichten verantworten. Der Anklage zufolge wollte der verschuldete Familienvater auch die Mutter - seine Schwägerin - töten. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft fasste er den Mordplan, als sich die finanzielle Lage seiner eigenen Familie mit vier Kindern zuspitzte. Der Mann hat bisher vor Gericht geschwiegen.
wit/dapd
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