Krawalle in Jamaika Banden und Polizei liefern sich Straßenschlachten

Sie wollen die Auslieferung eines berüchtigten Drogen- und Waffenhändlers an die USA verhindern: In Jamaikas Hauptstadt Kingston liefern sich Bandenmitglieder und die Polizei Straßenschlachten. Die Regierung der Urlauberinsel rief dort den Ausnahmezustand aus.

dpa

Kingston - Es geht um Christopher "Dudus" Coke: Mit allen Mitteln wollen Mitglieder seiner Bande verhindern, dass der Drogenboss und Waffenhändler in die USA ausgeliefert wird. Am Wochenende eskalierten die Unruhen in Jamaikas Hauptstadt Kingston: Bei Straßenschlachten seien ein Polizist und ein Unbeteiligter verletzt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Regierungschef Bruce Golding rief für die Stadtteile West Kingston und St. Andrew in Kingston den Ausnahmezustand aus. Er warf den Angreifern gezielte Attacken auf die Polizei vor. Nach Behördenangaben griffen die Bandenmitglieder vier Polizeistationen an und setzten eine Dienststelle schließlich in Brand, nachdem diese von den Beamten habe aufgegeben werden müssen, weil sie keine Munition mehr hatten. Die Ermittler verdächtigen die Banden, in Kingston größere Lager mit zum Teil großkalibrigen Waffen angelegt zu haben.

Der Regierungschef nannte die Verhängung des Ausnahmezustands einen "Wendepunkt" im Umgang des Staates mit den "Mächten des Bösen", die aus Kingston eine der gefährlichsten Städte der Welt gemacht hätten. Frauen und Kinder forderte er auf, den unruhigen Stadtteil Tivoli Garden vorübergehend zu verlassen.

Die Gewalt hatte sich hochgeschaukelt, nachdem die Justiz am Dienstag einen Auslieferungsantrag der USA unterzeichnet hatte und Coke daraufhin festgenommen werden sollte. Die Anwälte des 42-Jährigen waren dann am Freitag mit dem Versuch gescheitert, den Auslieferungsantrag auszusetzen.

Die USA beschuldigen Coke, Anführer der berüchtigten Verbrecherorganisation "Shower Posse" zu sein, die während der Drogenkriege der 1980er Jahre Hunderte Menschen ermordete.

als/Reuters/AFP

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insgesamt 3 Beiträge
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Lottofreak 24.05.2010
1. Kingston ist alles andere als lustig
Zitat von sysopSie wollen die Auslieferung eines berüchtigten Drogen- und Waffenhändlers an die USA verhindern: In Jamaikas Hauptstadt Kingston liefern sich Bandenmitglieder und die Polizei Straßenschlachten. Die Regierung der Urlauberinsel rief dort den Ausnahmezustand aus. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,696415,00.html
ich bin dort 1981 gestrandet- und hab nach Belize gemerkt daß nicht alle Rastas unbedingt freundlich sind- 2mal zusammengschlagen- 1mal ausgeraubt aber wieder alles zurückbekommen als ich meinte ich wäre doch wg.Bob Marley da - irgendwann bin ich frustriert weiter an der Küste- da wars dann 1000mal friedlicher - war meine eigene Schuld- jeder Jamaikakenner hat später gemeint ich solle doch froh sein daß ich noch lebe-und das kein normal denkender Tourist einfach so in Kingston rumspaziert- ich bin da halt naiv durch die Gegend und hab spanish town gesucht und bin an einem Busbahnhof im Süden der Stadt gelandet - da stehen die Rastas auf einem Riesenplatz und eine süsslich blaue Wolke hängt darüber - ja dann bekam ich halt meine Lehrstunden - heute lach ich darüber- damals wars echt nicht lustig
harry hagedorn 24.05.2010
2. Ins Gegenteil verkehrt
Sehr geehrte Damen und Herren Redakteure, im ersten Absatz der Meldung (nach "Kingston - ") muß es doch wohl heißen, daß die Bande von Christopher "Dudus" Coke mit allen Mitteln dafür sorgen will, daß ihr Boss NICHT in die USA ausgeliefert wird. Oder? Okay, leider gibt es auch (viel zu viele) Fehler in den Printmedien, und in allen Meldungen der Online-Dienste finden sich noch mehr. Wir Leser haben uns mittlerweile daran gewöhnt, daß überall geschlampt wird und akzeptieren es zähneknirschend, da uns nichts weiter übrig bleibt. Aber daß aufgrund von Nachlässigkeit eine Meldung in ihr Gegenteil verkehrt wird, daß ist der Gipfel - und dürfte nun wirklich nicht passieren. Wieviel Leute haben denn da diesmal geschlafen? Weiterhin angenehme Ruhe Harry Hagedorn
mavoe 24.05.2010
3. lol
Zitat von Lottofreakich bin dort 1981 gestrandet- und hab nach Belize gemerkt daß nicht alle Rastas unbedingt freundlich sind- 2mal zusammengschlagen- 1mal ausgeraubt aber wieder alles zurückbekommen als ich meinte ich wäre doch wg.Bob Marley da - irgendwann bin ich frustriert weiter an der Küste- da wars dann 1000mal friedlicher - war meine eigene Schuld- jeder Jamaikakenner hat später gemeint ich solle doch froh sein daß ich noch lebe-und das kein normal denkender Tourist einfach so in Kingston rumspaziert- ich bin da halt naiv durch die Gegend und hab spanish town gesucht und bin an einem Busbahnhof im Süden der Stadt gelandet - da stehen die Rastas auf einem Riesenplatz und eine süsslich blaue Wolke hängt darüber - ja dann bekam ich halt meine Lehrstunden - heute lach ich darüber- damals wars echt nicht lustig
Wollte da auch schonmal hin. Ein Kumpel, welcher vorher schonmal da war hat mir abgeraten. Aus eben den von Ihnen genannten Gründen. Alternative war dann Indien und danach Thailand, Malaysia, Indonesien. 1989/90. Habe dabei glatt die Wiedervereinigung in D verpasst. Interessantes Gap-Year für mich
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