"Jahr der Barmherzigkeit" Kuba begnadigt Hunderte Häftlinge

Die katholische Kirche feiert 2016 das "Jahr der Barmherzigkeit". Das sozialistische Kuba hat darauf nun reagiert - und knapp 800 Strafgefangene entlassen.


Die kubanische Regierung hat 787 Strafgefangene begnadigt. Die Initiative gehe auf das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit zurück, berichtete die Parteizeitung "Granma". Freigelassen würden vor allem Häftlinge mit guter Führung und geringen Reststrafen.

Unter den Begnadigten sind dem Bericht zufolge auch Frauen, Jugendliche und Kranke. Gefangene, die wegen schwerer Verbrechen wie Mord, Vergewaltigung oder Drogenhandel einsitzen, waren von der Begnadigung ausgenommen.

Die Justizbehörden würden prüfen, ob weitere Häftlinge vorzeitig entlassen werden können, hieß es in dem Bericht. Zuletzt waren in Kuba im September vergangenen Jahres 3522 Häftlinge begnadigt worden. Franziskus hatte im Februar die sozialistische Karibikinsel besucht und sich mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill getroffen.

apr/dpa/AFP



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