Kurfürstendamm in Berlin Bewaffnete überfallen Geldtransporter vor Apple-Laden

Am helllichten Tag haben Maskierte auf dem Kurfürstendamm in Berlin einen Geldboten überfallen. Dieser hatte offenbar gerade das Geld aus dem dortigen Apple-Store abgeholt.

Tatort am Berliner Kudamm: Maskierte überfielen einen Geldtransporter
DPA

Tatort am Berliner Kudamm: Maskierte überfielen einen Geldtransporter


Berlin - Mitten im Geschäftstrubel eines Samstagnachmittags haben drei Maskierte einen Geldtransporter auf dem Kurfürstendamm in Berlin überfallen. Sie bedrohten den Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens mit einer Schusswaffe, als dieser aus einem Laden kam und zum Transporter gehen wollte, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Täter erbeuteten eine Geldkassette und flohen. Der Sicherheitsmann kam unverletzt davon.

Nach Angaben mehrerer Berliner Zeitungen stammte die Beute aus einem Apple-Store. Dort hatte am Freitag der Verkauf des neuen iPhone-Modells begonnen - unter einem riesigem Kunden-Ansturm. Die Polizei bestätigte den Namen des Geschäftes nicht. Auch zur Höhe der Summe machte sie keine Angaben. Die Ermittlungen dauerten an und es würden nun Zeugen befragt, sagte die Polizeisprecherin.

Einen ersten wichtigen Hinweis auf die Täter könnte es aber bereits geben: Kurz nach dem Überfall brannte auf der nahen Bundesallee ein Auto, bei dem es sich laut Polizei um das Fluchtfahrzeug handeln könnte.

Am Kurfürstendamm hatten Kriminelle in den vergangenen Monaten wiederholt auf dreiste Art Beute gemacht. Kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres waren mehrere Männer mit einem Auto in das Apple-Geschäft gerast - und hatten Smartphones, Laptops, Tablet-Computer und andere Geräte gestohlen. Gut einen Monat später wurden die mutmaßlichen Täter gefasst: Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner und der sächsischen Polizei nahmen sieben Tatverdächtige der "Blitzeinbruch-Bande" bei einem Coup in Dresden fest.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich Anfang September: Zwei Bewaffnete überfielen am helllichten Tag einen Juwelierladen auf dem Kudamm. Sie versprühten Reizgas im Verkaufsraum, bedrohten die drei Angestellten und eine Kundin und zerschlugen dann mehrere Vitrinen. Anschließend flüchteten sie zunächst zu Fuß und später möglicherweise auch per Fahrrad.

jbe/dpa



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insgesamt 7 Beiträge
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ichsagwas 20.09.2014
1. Ganz einfach
Barzahlungen in solchen Geschäften abschaffen - dann muss auch niemand mehr eine Geldkassette abholen !
pauschaltourist 20.09.2014
2.
Nur ein Angestellter der Sicherheitsfirma mit den Geldkoffern unterwegs? Aha. Und wird bei Wegnahme der Koffer nicht automatisch eine Farbbombe im Koffer gezündet und das Geld somit unbrauchbar? So jedenfalls kennt man es doch aus Amerika. Oder verstößt das in D gegen die Menschenwürde der Räuber?
t0binho 20.09.2014
3. Ausgerechnet..
.. der Geldtransporter, der die Tageseinnahmen vom Apple Store abholt, wird "überfallen". Ausgerechnet jetzt, wenn das "neue" Phone verkauft wird. Isss klaa neh.
mimas101 20.09.2014
4. Ganz einfach
mit den Preisen angemessen heruntergehen und schon besteht kein Anreiz mehr für Diebe Geld zu stehlen.
blubbblubbi 20.09.2014
5. @pauschaltourist
Auch in Deutschland sind die Koffer mit einer Farbbombe gesichert. "Das Geld wird in Kisten (P-Behälter) mit Schloss verpackt und einer Plombe versiegelt, die mit Farbbomben und teilweise auch Rauchbomben ausgestattet sind. Diese aktivieren sich, wenn die Behälter gewaltsam geöffnet werden. Das Geld wird unwiderruflich eingefärbt und somit unbrauchbar." http://de.wikipedia.org/wiki/Geldtransport "Die Geldkisten haben ein zusätzliches Diebstahlsicherheitssystem. Die Griffe reagieren zum Beispiel auf das plötzliche Absetzen des Koffers. Automatisch wird eine Schaltzeituhr aktiviert, die nach anderthalb Minuten eine Farbbombe zur Explosion bringt. Der Täter kommt dadurch nicht zu Schaden, kann das eingefärbte Geld aber nicht mehr gebrauchen. Zusätzlich sorgt ein schriller Piepton für Aufmerksamkeit, sodass der Täter den nun wertlosen Geldkoffer liegen lässt." http://www.geldtransporte.de/informationen/nutzfahrzeuge/ Aber Diebe sind in der Regel nicht grad die schlausten!
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