kurz & krass

kurz & krass Spezial 2013 Einkaufen mit 30-Euro-Blüte


Ein Supermarkt-Kunde zahlt mit einem 30-Euro-Schein. Falsche Nonnen schmuggeln Kokain, und eine Imbissverkäuferin haut einen Räuber mit Chilisoße um. Die skurrilsten Polizeimeldungen der vergangenen zwölf Monate.

Mann bekommt Wechselgeld für 30-Euro-Schein

Gefälschter Geldschein: 30 statt 20 Euro
DPA/ Polizei

Gefälschter Geldschein: 30 statt 20 Euro

Aus einer Zwei flugs eine Drei gemacht - und schon ist der Geldschein anderthalbmal so viel wert: Mit dieser Masche hat ein Mann im westfälischen Dülmen eine Kassiererin im Supermarkt hereingelegt.

Der Frau sei der Betrug mit dem manipulierten 20-Euro-Schein zunächst nicht aufgefallen, teilte die Polizei in Coesfeld mit. Sie hielt die Blüte für einen 20-Euro-Schein und gab dem Unbekannten Wechselgeld.

Das Verhalten des Mannes kam ihr aber merkwürdig vor, worauf sie sich den blauen Geldschein mit einer aufgedruckten 30 genauer ansah und den Schwindel bemerkte. Eine Verkäuferin eilte dem Mann hinterher - doch der war bereits mit einem Fahrrad davongefahren.


Falsche Nonnen schmuggeln Kokain unter der Kutte

Karibik-Insel San Andrés: Ziel der falschen Ordensschwestern
REUTERS

Karibik-Insel San Andrés: Ziel der falschen Ordensschwestern

Drei falsche Nonnen sind in Kolumbien beim Kokainschmuggel erwischt worden. Durch die schlechte Qualität ihrer Gewänder und ihre offensichtliche Nervosität weckten sie den Argwohn der Behörden.

Die drei Frauen seien der Polizei auf dem Flughafen der Insel San Andrés aufgefallen, weil sie drei verschiedene Ordenstrachten getragen hätten, berichtete die Zeitung "El Heraldo". Die falschen Ordensschwestern waren von Bogotá auf die Karibik-Insel geflogen.

Jede von ihnen habe zwei Kilo Kokain unter ihrer Kutte getragen, sagte der Polizeichef von San Andrés. Zusammen habe die Schmuggelware einen Marktwert von 65 Millionen Pesos (etwa 27.000 Euro) gehabt. Die 20, 32 und 37 Jahre alten Frauen sagten dem zuständigen Richter, sie hätten aus Geldnot geschmuggelt.


Dreijähriger Duisburger wegen Körperverletzung angezeigt

Polizeieinsatz: Kopfschütteln bei Duisburger Beamten
picture alliance / dpa

Polizeieinsatz: Kopfschütteln bei Duisburger Beamten

Die Duisburger Polizei musste zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausrücken: Im Stadtteil Hamborn stritten sich mehrere Kinder auf der Straße. "Das soll vorkommen", so ein Polizeisprecher. Doch was dann passierte, erstaunte die Beamten.

Die Mutter einer 15-Jährigen hatte die Polizei verständigt, weil ein Junge ihrer Tochter den Arm verdreht habe. Dadurch sei die Uhr des Mädchens verrutscht und habe einen Kratzer auf dem Arm hinterlassen, hieß es in der Polizeimeldung.

Eigentlich harmlos, doch die Frau bestand auf einer Anzeige. Das Problem: Der mutmaßliche Täter war gerade mal drei Jahre alt. In der Polizeimeldung klang das so: "Die eingesetzten Polizisten kommen kopfschüttelnd ihrer Pflicht nach und schreiben eine Strafanzeige." Mit ernsthaften Konsequenzen musste der Dreikäsehoch allerdings nicht rechnen. Kinder unter 14 Jahren gelten in Deutschland als schuldunfähig.


Arzt klaut Heroin aus dem Bauch eines Drogenkuriers

Ein russischer Mediziner hat eine Operation zum Diebstahl von Rauschgift genutzt: Direkt aus dem Magen eines Drogenkuriers entwendete der Arzt in Sibirien einen Teil des dort versteckten Heroins. Die Polizei in der Region Krasnojarsk rund 4100 Kilometer östlich von Moskau hatte den Eingriff angeordnet.

Zuvor waren bei einer Untersuchung mehrere Kapseln mit Rauschgift im Bauch des Schmugglers festgestellt worden. Der Chirurg habe bei der Behandlung im städtischen Krankenhaus dann den Diebstahl begangen, teilten russische Ermittler mit. In seiner Kleidung entdeckten die Fahnder fünf Gramm Heroin. Bei der Festnahme sei der Arzt "im Drogenrausch" gewesen.


Imbissverkäuferin setzt Räuber mit Chilisoße außer Gefecht

Scharfe Soße: Chilipaste wurde einem Räuber in Australien zum Verhängnis
AP

Scharfe Soße: Chilipaste wurde einem Räuber in Australien zum Verhängnis

Mit einem Eimer scharfer Chilisoße hat eine Imbissverkäuferin in Australien einen Räuber gestoppt. Sie goss dem Eindringling, der die Kasse ausrauben wollte, die Soße über den Kopf, wie die Polizei mitteilte. Als die alarmierten Beamten am Tatort in Sydney eintrafen, fanden sie den Täter mit hochrotem Kopf am Boden.

Der 24-Jährige wurde festgenommen. Er musste wegen leichter Verbrennungen behandelt werden. Der Mann hatte nach einem Streit über die Bezahlung die Frau angegriffen, die Kasse zu Boden gerissen und wollte das Bargeld rauben.


Staatsanwaltschaft schickt Rauschgift an Rocker

Ein Beutel mit Haschisch (Symbolbild): Überraschende Post an Rocker
DPA

Ein Beutel mit Haschisch (Symbolbild): Überraschende Post an Rocker

Post von der Staatsanwaltschaft ist oft mit Unannehmlichkeiten verbunden. Doch was das Mitglied eines Rockerclubs von der Staatsanwaltschaft Oldenburg zugeschickt bekam, war eine echte Überraschung: ein Päckchen mit Hasch und Amphetaminen.

Erwartet hatte Stephan H. laut "Nordwest-Zeitung" eine goldene Taschenuhr, die ihm gestohlen worden war. Oberstaatsanwältin Frauke Wilken bestätigte die Verwechslung in der Asservatenkammer. "Das sollte nicht passieren, ist aber leider passiert", sagte sie. Grund sei ein Zahlenverwechsler in der Verfügung zur Herausgabe der Uhr. Die Uhr trug dem Bericht zufolge die Asservatenlistennummer 5873, das Rauschgift die Nummer 5783.

Inzwischen ist das Rauschgift wieder bei der Staatsanwaltschaft und die Uhr beim 47-Jährigen. Der nämlich marschierte mit seinen Kumpels zur Behörde und lieferte Hasch und Amphetamine ab. "Wir sind ehrliche Rocker und haben mit Drogen nichts am Hut", sagte er.


Russe klaut komplette Straße

In einer nächtlichen Aktion hat im Norden Russlands ein 40-jähriger Mann eine ganze Straße mitgehen lassen. Der Dieb habe mit einem Kranwagen insgesamt 82 Betonplatten einer Landstraße abgebaut, teilte die Polizei mit.

Beim Verladen der Einzelteile auf Laster wurden Anwohner auf den Mann aufmerksam. Die Polizei nahm ihn bei einer Verkehrskontrolle fest. Die gestohlenen Platten, die vom Dorf Partscheg zu einem Fluss führten, haben den Behörden zufolge einen Wert von 200.000 Rubel (rund 4500 Euro).

wit

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