Zwischenfall im Gerichtssaal Weitere Ermittlungen gegen Angeklagten im Mordfall Kandel

Im Prozess zum Mordfall Mia soll der Angeklagte einem Medienbericht zufolge in ein Gerangel mit Beamten verwickelt gewesen sein. Die Behörden bestätigten das nicht - doch nun gibt es neue Ermittlungen gegen Abdul D.

Landgericht Landau
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Landgericht Landau


Abdul D., dem Angeklagten im Prozess zum Mord an der 15-jährigen Mia, im pfälzischen Kandel droht nach einem Zwischenfall im Gerichtssaal ein weiteres Strafverfahren. Die Justiz habe wegen des Verdachts auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung Ermittlungen gegen den jungen Mann aufgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft in Landau mit.

"Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden bei dem Ereignis am 17. August zwei Beamte an der Hand verletzt", sagte eine Sprecherin. Die Ermittlungen würden durch die Justiz in Frankenthal geführt.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass D. am vergangenen Freitag in dem nicht öffentlichen Kandel-Prozess im Landgericht Landau in ein Gerangel mit Vollstreckungsbeamten verwickelt gewesen sein soll. Jedoch wollen weder Behörden noch Prozessbeteiligte unter Hinweis auf das geschlossene Verfahren den Bericht kommentieren. Der Prozess wird nach Jugendstrafrecht unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt, da der Beschuldigte zur Tatzeit womöglich minderjährig war.

Der mutmaßlich aus Afghanistan stammende Flüchtling war der Ex-Freund von Mia. Er soll das Mädchen am 27. Dezember 2017 in einem Drogeriemarkt im 9000-Einwohner-Ort Kandel erstochen haben.

bbr/dpa

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