Sicherungsverfahren gegen Landwirt Verteidiger fordern Therapie auf Demeterhof 

Mit seinem Traktor demolierte Landwirt Peter F. mehrere Polizeiwagen. Vor Gericht haben Staatsanwaltschaft und Verteidiger nun ihre Plädoyers gehalten.

Beschädigter Polizeiwagen
DPA

Beschädigter Polizeiwagen


Im Verfahren um die Amokfahrt des Landwirts Peter F. aus Schleswig-Holstein hat die Verteidigung für eine Therapie des 53-Jährigen auf einem Demeterhof plädiert. Die Verteidiger forderten, ihrem Mandanten solle eine gesetzliche Betreuung zugewiesen werden. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor die fortgesetzte Unterbringung des Bauern in einer geschlossenen Einrichtung gefordert, sie geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

Der Angeklagte steht vor Gericht, weil er mit seinem Traktor Polizeifahrzeuge beschädigt hatte. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft rastete der Beschuldigte vergangenen Sommer aus, weil Tierärzte in Begleitung von Polizisten seine Kühe mit Ohrmarken kennzeichneten. Die Aktion war von Behörden angeordnet worden. Aus Protest rammte Peter F. neben den Einsatzfahrzeugen der Polizei auch das Fahrzeug eines Tierarztes. Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.

Bereits seit Jahren hatte sich der Bauer den Anordnungen des Kreises widersetzt. Seit neun Monaten ist er in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Am 21. Februar soll das Urteil gesprochen werden.

csc/dpa



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