Massenmord in Las Vegas Polizei dementiert Gerüchte über zweiten Schützen

Gab es einen zweiten Täter in Las Vegas? Nach dem Mord an mindestens 58 Menschen sorgen Videoaufnahmen vom Tatort für Verschwörungstheorien. Die Polizei hat bereits auf die Gerüchte reagiert.

Das Mandalay Bay Hotel nach dem Massaker
AFP

Das Mandalay Bay Hotel nach dem Massaker


Drei Tage nachdem Stephen C. Paddock minutenlang aus einer Hotelsuite auf Besucher eines Konzertes in Las Vegas geschossen und dabei mindestens 58 Menschen getötet hat, sucht die Polizei weiterhin nach dem Motiv für die Tat. Derweil sorgen Videos im Internet für Diskussionen. Die Aufnahmen sollen zeigen, dass es neben Paddock einen weiteren Schützen gab. Die Polizei von Las Vegas hat diese Gerüchte bereits dementiert.

"Ich möchte betonen, dass wir davon ausgehen, dass Paddock allein für diese abscheuliche Tat verantwortlich ist," sagte Todd Fasulo von der Polizei Las Vegas während einer Pressekonferenz. "Wir sind uns bewusst, dass in den Medien und den sozialen Netzwerken Gerüchte verbreitet werden, die behaupten, es hätte mehr als einen Attentäter gegeben. Wir glauben, es gab nur einen Schützen, und das war Stephen C. Paddock."

Die ersten Videos, auf denen die Verschwörungstheorien basieren, waren bereits kurz nach der Bluttat im Internet aufgetaucht - und sie zeigen alle ähnliche Bilder: In einer kurzen Sequenz sind die unteren Stockwerke des Mandalay Bay Hotels zu sehen. Auf den teilweise verschwommenen Aufnahmen erkennt man flackerndes Licht aus einem Fenster in der vierten Etage des Hotels. Im Internet wird nun spekuliert, ob es sich bei dem Licht um Mündungsfeuer aus der Waffe eines weiteren Schützen handeln könnte.

Diesen Spekulationen wollte die Polizei auf ihrer Pressekonferenz ein Ende setzen. Es gebe keine Indizien, die auf einen weiteren Schützen hinweisen würden, hieß es. Und auch die Internetseite "Snopes", die Gerüchte im Internet zu entlarven versucht, hat sich mit der Verschwörungstheorie vom zweiten Schützen beschäftigt.

Demnach gebe es Zeugenaussagen, die die Schüsse aus dem 32. Stockwerke, aus dem Paddock geschossen hatte, gehört hätten. Für die vierte Etage gebe es hingegen keine Zeugen, die über Schüsse berichtet hätten. Außerdem sei im vierten Stock kein Fenster zerbrochen. Paddock hatte in seiner Suite hingegen die Scheiben eingeschlagen.

asc



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