Tochter von Geldboten als Geisel Geldtransport in der Schweiz ausgeraubt

Drei maskierte und bewaffnete Männer haben in der Schweiz einen Geldtransporter ausgeraubt. Die 22-jährige Tochter des Fahrers sollen Komplizen zuvor entführt haben.


In Frankreich wurde die Tochter eines Geldboten entführt - und nach einem Überfall auf den Geldtransporter in der Schweiz wieder freigelassen. Viele Details des Falles seien noch ungeklärt, teilten die Ermittler in Lyon mit. Die Beute beläuft sich Medienberichten zufolge auf 20 bis 30 Millionen Schweizer Franken.

Die 22-jährige Tochter des Transporterfahrers war am Donnerstagabend von der französischen Polizei am Rand einer Straße der Gemeinde Tramoyes östlich von Lyon aufgefunden worden. Sie stand unter Schock und erzählte den Beamten, sie sei von zwei Männern aus ihrer Studentenwohnung entführt worden, die sich als Klempner ausgegeben hätten.

Zuvor nahmen drei maskierte und bewaffnete Männer dem Geldboten und Vater der Frau das Geld ab. Mutmaßliche Komplizen der Entführer hatten sich laut Polizeikreisen zuvor mit dem Mann in Verbindung gesetzt, der im französischen Annemasse östlich von Genf lebt.

Dem Radiosender Europe 1 zufolge war dieser im Auftrag einer Schweizer Firma mit einem Geldtransporter unterwegs. Der Vater soll dann eingewilligt haben, das gesamte Geld in dem Wagen als Lösegeld für seine Tochter zu zahlen. Dafür sei er auf einen Parkplatz im Schweizer Kanton Waadt gefahren, wo sich der Überfall ereignet habe. Die Täter flohen laut Polizei nach der Tat mit einem geländegängigen Auto.

Der jungen Frau gehe es den Umständen entsprechend gut, berichteten die Ermittler. "Wir haben keinen Grund, an ihren Angaben zu zweifeln." Die Justiz gehe davon aus, dass es sich um einen Fall organisierter Kriminalität handelt. Verletzt wurde niemand.

apr/AFP/dpa



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