Ausschluss aus Kartenspielrunde Mann ermordet Nachfolgerin beim Bridge

Zu lebenslänglicher Haft hat das Frankfurter Landgericht einen Mann verurteilt, der im August 2011 seine Nachfolgerin in einer Bridge-Runde erstickte. Der heute 51-Jährige hatte offenbar nicht verwunden, dass man ihn vom Kartenspiel ausgeschlossen hatte.


Frankfurt am Main - Er flog aus der Bridge-Runde, dafür brachte er seine Nachfolgerin um: Ein 51-Jähriger ist wegen Mordes an einer wohlhabenden Witwe zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt sah es als erwiesen an, dass der Mann sich 2011 an einem späten Augustabend ins Haus der 69-Jährigen schlich und sie erstickte.

Das Motiv für die Tat war laut Urteil, dass der Mann aus einer Bridge-Runde ausgeschlossen worden war und das spätere Opfer seinen Platz in der Kartenspielrunde eingenommen hatte. "Wahrscheinlich wollte er Unfriede in die Gruppe bringen", sagte der Vorsitzende Richter. Deshalb sei er an jenem Abend zum Haus der Frau gefahren, in dem sich die Gruppe zum Spiel versammelt hatte. Nachdem die Gäste gegangen waren, soll er das Haus über eine Terrassentür betreten und die Bewohnerin überrascht haben.

Mit dem Strafmaß folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Strafmildernde Aspekte sah es nicht. Die Tötungsabsicht sei eindeutig gewesen. Der Mann hatte sich erst im Mai vergangenen Jahres der Staatsanwaltschaft gestellt. Zuvor hatte ihn die Polizei aufgefordert, eine DNA-Probe abzugeben.

rls/dpa



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