Vermisste Familie Spürhunde schlagen nach Leichenfund in der Elbe erneut an

Die Hinweise verdichten sich, dass der männliche Leichnam aus der Elbe der seit mehr als einer Woche vermisste Marco Schulze aus Drage ist. Nun sind wieder Taucher in der Elbe - Spürhunde hatten an einer Stelle wieder angeschlagen.

Elbufer in Lauenburg: Fundort der Leiche
DPA

Elbufer in Lauenburg: Fundort der Leiche


Die Identität der männlichen Leiche, die am Morgen in der Elbe gefunden wurde, ist noch nicht eindeutig geklärt - doch vermutlich ist es der vermisste Marco Schulze aus Niedersachsen. "Derzeit sprechen einige Indizien dafür, dass es sich bei dem Verstorbenen um den 41-Jährigen aus Drage handelt", teilte Jan Krüger mit, Sprecher der Polizeiinspektion in Harburg. Man müsse aber zunächst die Obduktion abwarten, die am Abend erfolgen soll.

Am Freitagabend setzte die Polizei erneut Taucher in der Elbe ein: "Spürhunde waren auf dem Wasser, um nach menschlichen Spuren zu suchen", sagte Krüger. Die Tiere hätten an einer Stelle angeschlagen. Dort hätten nun Taucher die Suche aufgenommen. Der Fluss ist in diesem Abschnitt acht bis zehn Meter tief.

Eine Sprecherin der Polizeidirektion in Ratzeburg bestätigte, dass in der Nähe des Leichenfundorts in der Kleinstadt Lauenburg ein Fahrrad gefunden wurde. Die Polizei hatte in den vergangenen Tagen mitgeteilt, dass ein grünes Herrenfahrrad der Familie vermisst werde.

"Sollte sich die Identität bestätigen, bekommen die Ermittlungen im Fall der vermissten Familie hierdurch eine konkrete Richtung. Ein erweiterter Suizid wird dadurch wahrscheinlicher", sagte Krüger.

Marco Schulze und seine Frau Sylvia, 43, sowie Tochter Miriam, 12, sind seit mehr als einer Woche verschollen. Die beiden Frauen wurden zuletzt am Mittwoch gesehen - Marco Schulze dagegen noch am Donnerstagmorgen. Die Polizei hatte in den vergangenen Tagen bereits mit einer Hundertschaft aus Niedersachsen und Hamburg die Waldgebiete in der Umgebung und die Elbe untersucht.

Wie "shz.de" berichtet, hatten Anwohner den leblosen Körper auf dem Wasser treiben sehen und die Polizei verständigt. Er soll bereits mehrere Tage im Wasser gelegen haben. Lauenburg ist etwas mehr als 20 Kilometer von Drage entfernt, dem Heimatort von Familie Schulze.

kis/dpa



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