Steuerhinterziehung und Waffenbesitz Hunderte Polizisten bei Razzia in Leipzig im Einsatz

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in Leipzig wegen Verdachts auf Waffenbesitz und Steuerhinterziehung mehrere Gebäude durchsucht. Laut LKA gehörten dazu auch Immobilien eines Rockerklubs.

Polizisten vor einer Spielhalle in Leipzig
DPA

Polizisten vor einer Spielhalle in Leipzig


Mit mehr als 500 Beamten hat die Polizei in Leipzig mehrere Gebäude durchsucht. Dabei ging es laut einem Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) unter anderem um Verstöße gegen das Waffengesetz sowie Steuerhinterziehung. Hierzu lägen der Polizei Verfahren der Staatsanwaltschaft Leipzig vor.

Es werde untersucht, ob Waffen und Munition im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität nach Leipzig gebracht wurden. Mit Verweis auf das Steuergeheimnis machte der Sprecher keine näheren Angaben zu den Fällen von Steuerhinterziehungen. Er sagte nur, dass diese im Zusammenhang mit Glücksspielautomaten stünden.

Insgesamt seien mehr als zehn Gebäude durchsucht worden. Festnahmen habe es zunächst keine gegeben. Unter anderem wurden laut LKA Objekte in der Eisenbahnstraße im Osten der Stadt durchsucht.

Die Straße gilt als Schwerpunkt der Drogenkriminalität in Leipzig. Auch in der Nähe des Hauptbahnhofs sowie in der stadtauswärts führenden Jahnallee wurden Gebäude durchsucht. Dabei mussten einige Straßen zeitweise für den Verkehr gesperrt werde.

Nach Angaben einer LKA-Sprecherin wurden auch Gebäude durchsucht, die der Vereinigung United Tribuns zugeordnet werden. Der Klub war im vergangenen Sommer in eine Auseinandersetzung mit dem Rockerklub Hells Angels in Leipzig verwickelt, bei der ein Mann erschossen wurde. Die Razzia steht damit nach Polizeiangaben aber nicht in Zusammenhang. Die Durchsuchungen dauern noch an.

cnn/dpa/AFP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.