Verschwundene Waffe Polizei sucht nach verlorener Maschinenpistole

Ein Polizeibeamter hat in Leipzig seine Maschinenpistole verloren. Die Behörden suchen bisher erfolglos nach der Waffe. In Düsseldorf vermisst eine Haftanstalt unterdessen 1000 Schuss Munition.

Eine Maschinenpistole MP5 und eine Pistole SFP9 der Polizei (Archivbild)
DPA

Eine Maschinenpistole MP5 und eine Pistole SFP9 der Polizei (Archivbild)


In Leipzig hat ein Polizist im Einsatz seine Maschinenpistole verloren. Es sei mit Hochdruck nach der Waffe gesucht worden - zunächst jedoch erfolglos, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Beamte sei am Donnerstagabend zu einem Einsatz in einem Plattenbauviertel gerufen worden. Nach dessen Ende habe er seine Ausrüstungsgegenstände überprüft - und dabei das Fehlen der Maschinenpistole festgestellt.

Wie und wo der Polizist die scharfe Waffe verloren habe, sei nun Gegenstand der Ermittlungen. "Wir drehen jeden Stein um zwischen dem Revier und dem Einsatzort." Am wichtigsten sei es zunächst, die Maschinenpistole wiederzufinden. Danach stehen für den Polizisten auch disziplinarrechtliche Konsequenzen im Raum, wie der Sprecher sagte.

Auch in Nordrhein-Westfalen suchen Ermittler nach gefährlichem Gut. Aus der Waffenkammer einer Justizvollzugsanstalt sind 1000 Schuss Munition verschwunden. "Die sind weg", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal. Ermittelt werde wegen Diebstahls gegen unbekannt. Die Patronen hätten das Kaliber 9 Millimeter und passten in die Dienstwaffen der Bediensteten von Polizei und Justiz in Nordrhein-Westfalen.

Nach Angaben der Ermittler hatte die Gefängnischefin im Mai wegen der fehlenden Munition Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft prüfte zunächst, ob sich jemand verzählt hatte oder ob die Munition bei Schießübungen der JVA-Mitarbeiter bei der Polizei liegengeblieben war. Nachdem diese Möglichkeiten ausgeschlossen wurden, kam das Diebstahlsverfahren in Gang. Das Justizministerium äußerte sich nicht und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Im Mai hatte in der JVA bereits ein anderer Fall Aufsehen erregt: Ein 18-jähriger Häftling hatte in einer Zelle einen 20-jährigen Insassen im Streit um Spielschulden erwürgt. Die JVA wurde 2011 fertiggestellt und gilt als das modernste Gefängnis für junge Straftäter in Nordrhein-Westfalen.

cnn/dpa



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