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Spektakulärer Fund: Leipziger Polizei schnappt Online-Drogenhändler

360 Kilogramm Drogen: Leipziger Ermittler präsentieren ihren spektakulären Fund Zur Großansicht
DPA

360 Kilogramm Drogen: Leipziger Ermittler präsentieren ihren spektakulären Fund

Er verkaufte alles außer Heroin: Die Leipziger Polizei hat einen Dealer verhaftet, der über das Internet in großem Stil mit Drogen gehandelt haben soll. Die Beamten beschlagnahmten Ware im Wert von mehr als vier Millionen Euro.

Leipzig - Es ist einer der größten Drogenfunde in Deutschland: Die Leipziger Ermittlungsbehörden haben offenbar einen 20-jährigen Dealer überführt, der über das Internetin großem Stil Drogen verkauft haben soll. Wie die Polizei mitteilte, habe der Beschuldigte über die Seite "Shiny Flakes" ("Glitzernde Flocken") Tausende Kunden in der ganzen Welt beliefert. Die Ermittlungen seien über ein Jahr geführt worden.

Insgesamt stellte die Polizei 360 Kilogramm illegale Substanzen sicher, darunter Kokain, LSD, Ecstasy und Haschisch. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft "alles außer Heroin". Gesamtwert: 4,1 Millionen Euro. Der 20-Jährige und ein 51-jähriger mutmaßlicher Komplize waren am 26. Februar bei einer Razzia festgenommen worden. Dabei fand die Polizei auch 48.000 Euro in bar. Am Mittwoch gab es bundesweit 38 weitere Hausdurchsuchungen, bei denen fünf Personen verhaftet wurden.

Eine Million Euro Umsatz in vier Monaten

Allein zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 soll "Shiny Flakes" etwa eine Million Euro Umsatz gemacht haben. Die Gewinnmarge betrug bis zu 300 Prozent, wie ein Polizeisprecher SPIEGEL ONLINE bestätigte. Die Kunden sollen stets mit der Web-Währung Bitcoin bezahlt haben.

"Shiny Flakes" hatte in Konsumentenkreisen einen besonderen Stellenwert: Während fast alle Versandhändler von illegalen Drogen nur über das sogenannte "Darknet" agierten, verkaufte "Shiny Flakes" auch über das Clearweb, also über das ganz normale und von jedermann zugängliche Internet. Hinzu kam eine vergleichsweise ansprechende Präsentation der angebotenen Drogen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Leipzig gingen die Beschuldigten äußerst konspirativ vor. Die Lieferungen gingen ohne Absenderangaben an offenbar manipulierte Anschriften. Auf die Schliche kamen die Ermittler dem 20-Jährigen auch deshalb, weil einige Sendungen nicht ausreichend frankiert waren. Ein Polizeisprecher betonte, dass "allein der Bestellvorgang" illegal sei.

Nach der Polizeiaktion hat sich der Inhalt von www.shiny-flakes.to grundlegend geändert. Wer die Seite ansteuert, sieht eine Anzeige der Polizei Sachsen. Der Slogan: "Verdächtig gute Jobs".

sms/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Legalisierung
KJB 12.03.2015
Legalisierung des Konsums aller Drogen, Verkaufsmonopol beim Staat, 100% der Gewinne in Drogenprävention stecken plus das eingesparte Geld bei der Strafverfolgung. Drogenkonsumenten wird es immer geben, dann doch lieber legal und unter staatlicher Aufsicht. Es ist doch irrsinnig, der Kampf gegen illegale Drogen ist doch längst verloren, diese Dealer sind wie eine Hydra, schlägt man einen Kopf ab kommen 3 neue.
2.
bons23453 12.03.2015
Kann mich meinem vorredner nur anschliessen, dieser fund ist ebenso ein witz wie so ziemlich alle funde über die sich polizei und justiz freuen. Während die sich über ein paar 100kg freuen merken sie garnich wie die tonnen durchs land gehen, aber macht mal weiter so, gibt ja nichts wichtigeres als mal ein wenig marihuana und dergleichen zu beschlagnahmen, danke für nichts.
3. Sehe es ähnlich wie meine Vorschreiber.
Zeckenzange 12.03.2015
Legalisierung und selbst den Markt kontrollieren. Durch die Kontrolle des Marktes und mit den ernormen Einnahmen könnte man mehrere Fliegen mit einer Klapp€ schlagen.
4.
ali92 12.03.2015
Mal wieder eine völlig sinnlose aktion man sollte das Geld lieber in eine vernünftige Prävention investieren. Es gibt übrigens schon eine alternative (siehe google) dort kann jedes Kind Drogen ohne Altersnachweis bestellen (auch Heroin). Eine kontrollierte Abgabe erscheint mir hier sinnvoller.
5. Das Monopol dem Staat?
derwahredemokrat 12.03.2015
Klar, wenn der Staat mit Drogen Geld machen kann, nutzt er das für Prävention. Hätte der Staat das Monopol, wäre die Ware noch teurer, als beim Dealer (siehe Alkohol und Zigaretten). Und der Staat würde Geld niemals für prävention ausgeben, sondern es, wie alles andere auch, an Wirtschaft und Politik weiter reichen.
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