Getötete Frauen in Leipzig Ermittler fassen mutmaßlichen Doppelmörder

Ermittlungen in einem Vermisstenfall haben die Polizei in Leipzig zu einem mutmaßlichen Doppelmörder geführt. Der Mann gab zu, zwei Frauen getötet zu haben.

Verfallenes Haus in Leipzig
DPA

Verfallenes Haus in Leipzig


Vor zehn Monaten wurde in Leipzig eine zerstückelte Frauenleiche gefunden. Nun haben die Ermittler den mutmaßlichen Täter gefasst - und eine weitere getötete Frau entdeckt. Der 38 Jahre alte Mann habe gestanden, beide Opfer getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig mit. Gegen ihn sei Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden.

Die Polizei war demnach im Zusammenhang mit dem Fall einer seit Ende November vermissten 40-jährigen Frau auf den Mann gestoßen. Zuvor hatten sich Hinweise auf ein Tötungsdelikt verdichtet.

Am Montag durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Mannes. In einer Vernehmung gestand er, die vermisste Frau getötet zu haben und machte Angaben, wo die Leiche der 40-Jährigen liegt. Dort, nur eine Straßenecke entfernt vom Wohnort des mutmaßlichen Täters, fand die Polizei ihre sterblichen Überreste.

Der Mann gestand außerdem, eine weitere Frau getötet zu haben. Die zerstückelte Leiche der 43-jährigen Portugiesin war im vergangenen April im Elsterflutbecken in Leipzig gefunden worden. Der Fall galt bislang als ungeklärt.

Zu den Hintergründen der Verbrechen machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Mit Blick auf die noch laufenden Ermittlungen wurde auch nicht mitgeteilt, wie und wo die Frauen getötet wurden. Ergebnisse der Obduktion des zweiten Opfers lägen noch nicht vor, hieß es. Der Verdächtige sei strafrechtlich bisher nicht in Erscheinung getreten.

wit/dpa/AFP

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