Leslie Van Houten Frühere Manson-Anhängerin könnte aus Haft entlassen werden

1969 war Leslie Van Houten an einer Mordserie im Auftrag des Sektenführers Charles Manson beteiligt. Nun hat sich eine Bewährungskommission für ihre Haftentlassung ausgesprochen - zum dritten Mal.

Leslie Van Houten (2017)
DPA/Orange County Register/SCNG

Leslie Van Houten (2017)


Knapp 50 Jahre nach einer Mordserie in Los Angeles könnte eine frühere Anhängerin des Sektenführers Charles Manson aus dem Gefängnis entlassen werden. Eine Bewährungskommission im US-Bundesstaat Kalifornien empfahl am Mittwoch die Freilassung der 69-jährigen Leslie Van Houten. Seit 2016 hat sich das Komitee damit zum dritten Mal für ihre Haftentlassung ausgesprochen.

Zweimal blockierte der damalige kalifornische Gouverneur Jerry Brown diesen Schritt. Nun muss Browns Nachfolger Gavin Newsom nach einer mehrmonatigen Prüfung des Antrags eine Entscheidung treffen, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Die besondere Schwere des Verbrechens allein könne Grundlage für eine Ablehnung sein, hatte Brown im vorigen Jahr in seiner Begründung geschrieben.

Van Houten wird von ihren Anwälten als vorbildliche Insassin beschrieben, die Mitgefangenen helfe. Sie hat wiederholt ihre Schuld an den Verbrechen eingeräumt und die Taten bedauert. Manson war im November 2017 im Alter von 83 Jahren im Gefängnis gestorben.

Die "Manson Family" hatte im August 1969 im Auftrag des Kultführers insgesamt sieben Menschen ermordet. Die spektakulärste Tat war die Tötung der hochschwangeren Schauspielerin und Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski, Sharon Tate. Daran war die damals 19-jährige Van Houten nicht beteiligt, wohl aber an der Ermordung des Geschäftsmanns Leno LaBianca und dessen Ehefrau.

Anfang Januar sprach sich eine Bewährungskommission in Kalifornien bereits für die Begnadigung des Manson-Anhängers Robert Beausoleil aus. Er hatte zuvor 18-mal ohne Erfolg ein Gnadengesuch gestellt.

wit/dpa/AP



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