Heathrow-Interna USB-Stick mit Daten zur Flughafensicherheit liegt in London auf der Straße

Überwachungskameras, Fluchtwege, Polizeipatrouillen: Ein Arbeitsloser hat einen USB-Stick mit internen Informationen zum Londoner Flughafen Heathrow gefunden. Die Daten waren nicht einmal verschlüsselt.

Flugzeug auf dem Weg Richtung Heathrow
REUTERS

Flugzeug auf dem Weg Richtung Heathrow


Ein Arbeitsloser hat einen USB-Stick mit sicherheitsrelevanten Angaben zum Londoner Flughafen Heathrow gefunden - auf der Straße. Wie der "Sunday Mirror" berichtete, waren auf dem Stick unverschlüsselt 2,5 Gigabyte sensible Daten zum größten Flughafen Großbritanniens gespeichert. Eine Flughafensprecherin bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Auf dem Stick waren der Zeitung zufolge Karten, Videos und andere Dokumente, die beispielsweise die Standorte von Überwachungskameras, Fluchtwege und die genauen Zeiten von Polizeipatrouillen enthielten.

Auch die Route, die der Wagen von Königin Elizabeth II. zum Flughafen nimmt und eine Liste von Maßnahmen zum Schutz der Queen habe ein Dokument auf dem Datenträger wiedergegeben, berichtete das Blatt.

Daten an Zeitung gegeben

"Wir haben alle unsere Sicherheitspläne überarbeitet und sind zuversichtlich, dass Heathrow weiterhin sicher ist. Wir haben auch eine interne Untersuchung eingeleitet, um zu verstehen, wie das passiert ist, und wir unternehmen Schritte, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden", hieß es in einer Mitteilung des Flughafens.

Gefunden hatte den Stick ein arbeitsloser Mann auf der Straße im Westen der britischen Hauptstadt, nahe dem Queen's Park. Er übergab den Datenträger allerdings nicht der Polizei, sondern dem "Sunday Mirror". Der Zeitung zufolge hatte der Mann sich die Daten vorher auf einem Bibliothek-Computer angesehen. Wie der USB-Stick auf die Straße gelangte, war zunächst unklar.

Scotland Yard teilte mit, die Polizei sei über den Vorfall informiert worden. Strafrechtliche Ermittlungen seien bislang aber nicht eingeleitet worden.

mbö/dpa

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insgesamt 35 Beiträge
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Seite 1
primus_sucks 29.10.2017
1. Ein Arbeitsloser....so, so!
Und wenn es ein Professor gewesen wäre, wäre es nur ein Mann gewesen. Was hat der Berufsstand mit der eigentlichen Meldung zu tun?
hanfiey 29.10.2017
2. Alles falsch gelaufen
Der Stick hätte die gesamte Bibliothek mit Viren/Trojanern verseuchen können und hat dies vielleicht sogar. Einen gefundenen Stick steckt man nicht irgendwo ein. Die Daten waren anscheinend alle schön zusammen in einem Ordner zum schnellen kopieren gespeichert. Das kommt davon wenn alles privatisiert wird und keiner mehr Ahnung hat wegen Sparwahn.
mullah_nd 29.10.2017
3. Bravo!
Das kann auch nur im Überwachungsstaat No 1 passieren.
frenchie3 29.10.2017
4. Hoffentlich hat ihm die Zeitung
eine gute Beratervergütung zukommen lassen. Mal abwarten, demnächst meldet sich ein Islamist beim Fundbüro..... er hätte da so einen USB Stick verloren
barlog 29.10.2017
5.
Warum eigentlich 3 x "ein Arbeitsloser" statt "ein Mann", "ein Passant" oder ähnlich? Meint der Artikelschreiber mit der Hervorhebung dieser Eigenschaft des Finders die Brisanz des Geschehens irgendwie zu steigern? Wäre das alles noch "unfassbarer", wenn ein Obdachloser das Teil gefunden hätte?
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