Deutscher Brandstifter Gericht spricht "Feuerteufel von Hollywood" schuldig

Ein Deutscher wurde von einem US-Gericht in Dutzenden Fällen von Brandstiftung schuldig gesprochen. Dem 29-Jährigen drohen mehr als 88 Jahre Gefängnis.

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Als "Feuerteufel von Hollywood" erlangte er traurige Berühmtheit. Nun haben Geschworene des Los Angeles County Superior Court einen 29-jährigen Deutschen laut Staatsanwaltschaft in mehr als 40 Fällen von Brandstiftung schuldig gesprochen.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, der Frankfurter Harry B. habe in drei Nächten rund um das Neujahr 2012 Autos, Carports und Wohnungen angezündet, weil er die Abschiebung seiner russischstämmigen Mutter rächen wollte. Dorothee B. war des Landes verwiesen worden, weil sie sich in Deutschland selbst vor Gericht verantworten musste. Ihr Sohn habe geschworen, "Amerika zu rösten", bevor er vom 30. Dezember 2011 bis zum 2. Januar 2012 die Brände legte.

Der Schuldspruch beinhalte unter anderem 25 Fälle von Brandstiftung an Besitz, 18 Fälle von Brandstiftung an bewohnten Gebäuden und Besitz eines Brandsatzes, wie es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft hieß.

Bei den Feuern in bewohnten Häusern blieben Menschen körperlich unversehrt. Die Sachschäden beliefen sich jedoch auf rund drei Millionen US-Dollar. Die Anwälte des Täters planen in der zweiten Phase des Prozesses, auf Unzurechnungsfähigkeit zu plädieren. Sollten sie damit keinen Erfolg haben, drohen dem Mann 88 Jahre Gefängnis.

cnn/Reuters/AP



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