Erschossener Schwarzer in Louisiana Keine Anklage gegen Polizisten

Die beiden US-Polizisten, die vor fast zwei Jahren den unbewaffneten Afroamerikaner Alton Sterling erschossen haben, müssen sich nicht vor Gericht verantworten. Der Fall hatte 2016 zu Protesten geführt.

REUTERS/ East Baton Rouge Sheriffs Office

Im Fall des im Jahr 2016 bei einem Polizeieinsatz erschossenen Afroamerikaners Alton Sterling im US-Bundesstaat Louisiana haben die Justizbehörden ihre Ermittlungen eingestellt. Die beiden Polizisten, die den 37-Jährigen erschossen hatten, werden nicht angeklagt.

Vor dem Schusswaffengebrauch hätten sie mehrere Versuche mit "nicht tödlichen Techniken" unternommen, um Sterling festzunehmen, sagte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Jeff Landry. Der getötete Straßenhändler habe unter Drogeneinfluss gestanden, sei bewaffnet gewesen und habe sich seiner Festnahme widersetzt. Zuvor hatte bereits die US-Regierung beschlossen, keine weiteren Schritte gegen die Polizisten zu unternehmen.

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Tödliche Schüsse: Der Fall Alton Sterling

Die beiden Beamten hatten Sterling, der vor einem Laden CDs verkaufte, am 5. Juli 2016 durch Schüsse aus nächster Nähe getötet. Ein von einem Augenzeugen aufgenommenes Video zeigt, wie sie den Afroamerikaner auf den Boden werfen und festhalten. Während sie mit dem Mann ringen, ruft jemand: "Er hat eine Waffe!" Einer der Beamten feuert dann mehrere Schüsse auf Sterling ab.

Der Fall war einer der aufsehenerregendsten in den vergangenen Jahren, bei denen Schwarze in den USA von weißen Polizisten mit der Dienstwaffe getötet wurden. In Baton Rouge war es im Anschluss zu Protesten gekommen. Laut "New York Times" versammelten sich die Einwohner nach der Entscheidung, auf eine Anklage zu verzichten, erneut - allerdings verliefen die Proteste friedlich.

kkl/dpa/AFP

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