Landgericht Duisburg Staatsanwaltschaft stimmt Einstellung von Loveparade-Prozess zu

Im Strafprozess um die Loveparade-Tragödie mit 21 Toten hat die Staatsanwaltschaft dem Vorschlag des Gerichts zur Einstellung des Verfahrens zugestimmt. Auch sieben Angeklagte erklärten sich damit einverstanden.

Loveparade-Strafprozess (Archiv)
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Im Loveparade-Strafprozess ist die Einstellung des Verfahrens gegen die Mehrheit der Angeklagten wahrscheinlicher geworden. Am Dienstag erklärte die Staatsanwaltschaft, dass sie dem Einstellungsvorschlag des Gerichts in allen Fällen zustimme. Sie halte den Vorschlag "rechtlich in der Sache für vertretbar und letztlich sachgerecht", sagte Oberstaatsanwalt Uwe Mühlhoff.

Das Landgericht Duisburg hatte Mitte Januar vorgeschlagen, das Verfahren gegen sieben Angeklagte ohne und drei Angeklagte mit Auflagen einzustellen.

Als Auflage nannte die Staatsanwaltschaft die Zahlung einer angemessenen Geldauflage, "die in einer Größenordnung von jeweils etwa 10.000 Euro liegen" solle. Bei den drei Angeklagten, die eine Auflage erhalten sollen, handelt es sich um drei Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent.

Diese drei Angeklagten lehnten eine Einstellung ab. Für einen von ihnen sagte dessen Anwältin: "Er verzichtet nicht auf sein Recht, freigesprochen zu werden."

Bei den übrigen sieben Angeklagten handelt es sich um die sechs angeklagten Mitarbeiter der Stadt Duisburg sowie einen Mitarbeiter des Veranstalters. Sie haben einer Einstellung des Verfahrens ohne Auflage zugestimmt.

Frühestens am Mittwoch kann das Gericht nun die einzelnen Verfahren vom Prozess abtrennen und einstellen. Ein Strafverfahren kann nur eingestellt werden, wenn Gericht, Staatsanwaltschaft und Angeklagter zustimmen. Der Prozess gegen die drei Angeklagten, die nicht zugestimmt haben, wird damit fortgesetzt.

Gericht und Staatsanwaltschaft rechnen damit, dass wegen einer großen Anzahl von noch zu vernehmenden Zeugen kein Urteil vor Eintritt der Verjährung am 28. Juli 2020 mehr gesprochen werden kann.

Video: Die Loveparade von Duisburg - Eine amtlich genehmigte Katastrophe?

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ala/dpa

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