Schüsse aus Auto in Lüneburg Polizei geht von Abrechnung im Drogenmilieu aus

Warum wurde ein 20-Jähriger in Lüneburg aus einem Auto heraus angeschossen? Die Polizei geht von Ärger im Drogenhandel aus - und fahndet nach dem Tatverdächtigen.


Der Angriff auf einen 20-Jährigen in Lüneburg, der aus einem fahrenden Auto angeschossen wurde, rührt offenbar von einer Auseinandersetzung im Drogenmilieu. Die Polizei geht davon aus, dass Konflikte beim Handel mit Betäubungsmitteln zu dem versuchten Tötungsdelikt geführt haben.

Aus einem mutmaßlich mit zwei Männern besetzten fahrenden Auto waren den Angaben zufolge Schüsse auf eine Menschengruppe abgegeben worden. Dabei wurde der 20-Jährige schwer verletzt.

Ermittlungen hätten nun ergeben, dass der Angriff nichts mit Auseinandersetzungen "zwischen verfeindeten Familien" oder "Clans" zu tun gehabt habe, wie es sie vor einigen Jahren vor dem Klinikum der Stadt gab, hieß es von der Polizei.

Die Beamten starteten eine Öffentlichkeitsfahndung wegen versuchten Totschlags nach dem mutmaßlichen Schützen. Dabei handelt es sich um den 21-jährigen Mohammed E. Die Polizei warnt davor, den Mann selbst festzuhalten, da dieser bewaffnet sein könnte.


Aktualisierung: Nach der Veröffentlichung des Fahndungsfotos hat sich der mutmaßliche Schütze am Dienstag der Polizei gestellt. SPIEGEL ONLINE hat das Bild des Mannes deshalb entfernt - und seinen Namen anonymisiert.

fok/apr

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