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Suche nach Madeleine McCann: Britische Ermittler wollen in Portugal Grabungen durchführen

Suche in Portugal: Neue Spuren im Fall Maddie Fotos
REUTERS/Metropolitan Police

Sieben Jahre ist Madeleine McCann bereits verschwunden, nun will Scotland Yard neue Ermittlungen in Portugal durchführen. Dazu soll an drei Orten in der Nähe des Apartments gegraben werden, aus dem Maddie verschwand.

London - Seit über sieben Jahren ist Madeleine McCann vermisst, die damals dreijährige Engländerin verschwand spurlos aus ihrem Bett in einem Ferienapartment im portugiesischen Ferienort Praia da Luz. Die Suche nach dem Mädchen beschäftigt seitdem sowohl die Behörden in Portugal als auch Ermittler in Großbritannien, bislang ohne Erfolg.

Nun kommt wieder Bewegung in den Fall: Ermittler von Scotland Yard sollen wohl bald auf portugiesischem Boden nach Spuren suchen dürfen. Konkret geht es um Grabungen in der Nähe des Ferienresort, aus dem Maddie verschwand.

Wie die "Daily Mail" und der "Mirror" berichteten, soll die Staatsanwaltschaft den britischen Fahndern die Genehmigung erteilt haben, in Praia da Luz Ausgrabungen vorzunehmen - in Zusammenarbeit mit der portugiesischen Polizei. Mark Rowley vom Scotland-Yard-Team, das mit dem Maddie-Fall betraut ist, glaubt, dass das Vorhaben "in den kommenden Wochen beginnt".

Laut den britischen Zeitungen werde an drei Orten in dem Ferienort gegraben. Zwei Bereiche liegen in unmittelbarer Nähe zum Resort, zudem soll auch am nahe gelegenen Strand gesucht werden. Dazu werden offenbar auch Radargeräte und Spürhunde eingesetzt.

Der Einsatz der britischen Ermittler auf portugiesischem Boden ist eine sensible Angelegenheit. Scotland-Yard-Mann Rowley wandte sich mit einem Brief an die Medien und erklärte, dass er aus Rücksicht auf die portugiesischen Behörden keine weiteren Informationen herausgeben könne. Derzeit ist etwa unklar, wonach die Ermittler graben.

Die McCanns, Eltern der vermissten Maddie, hatten am Samstag einen Gottesdienst für ihre Tochter abgehalten und dabei die neuen Ermittlungen angesprochen: "Die Polizei geht sehr bald zurück nach Portugal. Es gibt neue Beweise", sagte Gerald McCann.

bka/dpa

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