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In Italien aufgetauchte Vermisste

Maria H. will doch nicht allein nach Italien geradelt sein

Der Fall der nach fünf Jahren wieder aufgetauchten Maria H. gibt den Ermittlern Rätsel auf. Nun hat die 18-Jährige in einem wichtigen Punkt für Klarheit gesorgt - und damit eine falsche Angabe eingeräumt.

DPA

Kerzen-Schriftzug (Archiv)

Dienstag, 11.09.2018   10:42 Uhr

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Die nach mehreren Jahren wieder aufgetauchte Freiburgerin Maria H. hat Angaben über ihre Reisen in den vergangenen Jahren korrigiert. Die heute 18-Jährige will nun in Begleitung ihres 40 Jahre älteren Begleiters mit dem Fahrrad von Polen nach Italien gefahren sein.

Die 18-Jährige korrigierte damit ihre ursprünglichen Aussagen, wie die Polizei nun mitteilte. Sie hatte den Ermittlern zunächst gesagt, sie habe eine Weile lang mit ihrem aus Nordrhein-Westfalen stammenden Begleiter in Polen gelebt und während dieser Zeit im Auto übernachtet. Sie sei dann allein mit Fahrrad und Zelt weiter gezogen. Nach drei Monaten sei sie in Italien angekommen und habe sich den Lebensunterhalt eigenständig mit Gelegenheitsjobs verdient.

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Laut Polizei sagt sie jetzt, sie habe Polen im Sommer 2013 mit ihrem Begleiter verlassen. Vor zwei Jahren hätten sie in Sizilien gemeinsam eine Wohnung bezogen. Sowohl der in der vergangenen Woche auf der italienischen Insel Festgenommene als auch Maria jobbten ihrer Aussage nach als Tagelöhner, um den gemeinsamen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Sie hat demnach erstmals zugegeben, von Mai 2013 bis vor Kurzem mit ihrem Begleiter zusammen gewesen zu sein. "Wir haben nun ein etwas klareres Bild", sagte eine Polizeisprecherin. Die 18-Jährige habe ihre bisherige Aussage nicht komplett revidiert - sondern lediglich um die Tatsache erweitert, dass sie nicht, wie anfangs behauptet, alleine war. Weitere Einzelheiten nennen die Ermittler nicht.

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Die heute 18-jährige Maria hatte sich vorletzte Woche überraschend bei ihrem Vater gemeldet. Freunde des Vaters holten sie aus Mailand nach Hause zurück. Maria war im Frühjahr 2013 als 13-Jährige mit ihrer Internetbekanntschaft verschwunden. Der heute 57-Jährige war wegen Kindesentzugs mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Er soll nun nach Deutschland ausgeliefert werden.

Verantworten müsse sich ihr Begleiter, weil er ohne Einwilligung der Eltern mit einer Minderjährigen untergetaucht sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Auch wenn Maria freiwillig mitgegangen sei, stelle dies eine Straftat dar.

mxw/dpa

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