Mexiko City - Der mexikanische Verteidigungsminister hat Fehler im Kampf gegen die Drogenkartelle des Landes eingestanden. Bei einer Gedenkveranstaltung sagte Guillermo Galván Galván in der vergangenen Woche in Mexiko City, dass von der Regierung "Fehler begangen" worden seien.
Die freimütigen Worte sind eine Ausnahme in der Informationspolitik der mexikanischen Regierung. Galván sagte, in einigen Regionen des Landes habe die Organisierte Kriminalität die Macht über staatliche Institutionen übernommen. "Auf diesen Gebieten unseres Staates bestimmen die Kartelle die öffentliche Sicherheit", sagte er.
In seiner Rede nannte er die betroffenen Gebiete nicht beim Namen. Unabhängige Beobachter gehen aber davon aus, dass Galván die Region im Westen Mexikos meint, die vom Sinaloa-Kartell beherrscht wird. Das berichtet die "Los Angeles Times". Betroffen sind wohl auch Landstriche im Nordosten, in denen Anhänger des Zeta-Kartells leben.
50.000 Menschen haben in dem Drogenkrieg bisher ihr Leben verloren, die meisten von ihnen bei Kämpfen rivalisierender Kartelle - bei der Zahl handelt es sich allerdings nur um eine Schätzung. Die Zahl lässt die vielen tausend Menschen unberücksichtigt, die in den vergangenen Jahren einfach verschwunden sind. Seit Mexikos Regierung den mächtigen Rauschgiftbanden im Jahr 2006 den Kampf ansagte, wurden nach offiziellen Angaben fast 650 Drogenlabore ausgehoben und mehr als 45 Tonnen Metamphetamin beschlagnahmt.
jbr
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