Mexiko Armee entdeckt gigantische Hanfplantage

Den mexikanischen Behörden ist ein wichtiger Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. In der Wüste nahe der US-Grenze stießen Soldaten auf ein riesiges Anbaugebiet für Marihuana. Die bis zu 2,5 Meter hohen Pflanzen hätten nach der Ernte mehr als 108 Millionen Euro eingebracht.


Tijuana - Soldaten haben in Mexiko die bisher größte Marihuana-Plantage in der Geschichte des Landes entdeckt. Über eine Fläche von knapp 120 Hektar erstreckt sich das Anbaugebiet im Bundesstaat Baja California an der Grenze zu den USA. Die Riesenplantage sei bereits am Dienstag gefunden worden, teilte das mexikanische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit.

Die Hanfpflanzen seien mit schwarzem Stoff bedeckt und daher aus der Luft nur schwer zu erkennen gewesen, sagte Militärsprecher Alfonso Duarte. Erst als Soldaten am Boden die abgelegene Gegend in der Wüste von Baja California, mehr als 250 Kilometer südlich der Stadt Tijuana, am Dienstag erreichten, hätten sie Tausende Pflanzen entdeckt. Die bis zu 2,5 Meter hohen Gewächse seien noch nicht erntereif gewesen, sagte Duarte.

Schätzungen zufolge hätten rund 60 Personen in dem Gebiet der Plantage gearbeitet, sagte Duarte weiter. Als sie die Soldaten gesehen hätten, seien sie geflohen.

Marktwert von mehr als 108 Millionen Euro

Drogenhändler hätten auf der Plantage rund 120 Tonnen Marihuana im Wert von rund 1,8 Milliarden Pesos (108,7 Millionen Euro) ernten können, erklärte der Militärsprecher. Soldaten würden die Felder nun zerstören, indem sie sie anzündeten, sagte Duarte.

Durch das Land werden seit Jahrzehnten Drogen wie Kokain aus Südamerika in die USA geschmuggelt. Zudem lassen die Kartelle seit Jahren zunehmend auch Drogen wie Marihuana und Heroin im Land produzieren. Die Hanf- und Mohnpflanzen dazu werden hauptsächlich in den Bergen pazifischer Bundesstaaten wie Guerrero, Michoacán, Jalisco und Sinaloa angebaut.

In Mexiko tobt seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg. Bei seinem Amtsantritt 2006 hatte Präsident Felipe Calderón den Kartellen den Krieg erklärt und Zehntausende Soldaten vor allem in die gefährdeten Gebiete des Nordens entsandt. Seitdem sind dem Drogenkrieg mehr als 40.000 Menschen zum Opfer gefallen - darunter auch mindestens 1300 Kinder und Jugendliche. Die meisten starben durch gezielte Schüsse oder wurden von Querschlägern tödlich getroffen.

jok/dapd



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Skandalos, 30.07.2010
1.
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Durch die Legalisierung von Drogen in den USA. Dort gibts ja eine aktuelle Initiative, die sich großer Unterstützung quer durch alle Parteien erfreut. Prohibition funktioniert einfach nicht.
karmamarga 30.07.2010
2. Wie entkommen?
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Den Shabab-Milizen das Land schenken. Dann weiss jeder im Land mit wem oder was er es zu tun hat. So wie jetzt geht die Sache endlos weiter.
Ohli 30.07.2010
3. Keine Macht der Drogenmafia
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Die Abteilung der UN, die sich des Themas Drogen angenommen hat, gibt auf ihren jählich stattfindenden Konferenzen in Wien seit 2 Jahren bekannt, das der "War on Drugs", der hauptsächlich in den 80er Jahren von Ronald Reagan proklamiert wurde, verloren ist. Jahrzehnte in denen Milliarden für die Strafverfolgung ausgegeben wurden, umsonst. Der weltweite illegale Drogenanbau hat sich erhöht, die Verkaufszahlen und der Umsatz haben sich erhöht (geschätzte 500 Milliarden US-Dollar wurden im vergangenen Jahr weltweit mit illegalen Drogen umgesetzt). Weiter so wie bisher, bedeutet weitere Profite für die organisierte Kriminalität, weiter Korruption, weiter mit dem Elend und Leid. Eine drogenfreie Gesellschaft ist eine Illusion, sagte einmal der Drogenbeauftragte der Regierung Kohl, Eduard Lintner. Das Ziel muss eine staatlich regulierte Vergabe aller zur Zeit illegalen Drogen sein. Wie eine erfolgreiche Drogenpolitik aussehen kann, zeigt der "Frankfurter Weg" und deren Projekt mit der Heroinvergabe an schwerstabhängige. Regulierung statt Repression, Akzeptanz und Toleranz, statt Stigmatisierung und Strafverfolgung von Konsumenten. Es wäre auf jeden Fall eimal wünschenswert, wenn man sich sachlich und pragmatisch mit dem Thema Drogen auseinandersetzen würde, statt wie bisher polemisch und emotional. Einen schönen Tag noch, wünscht Ohli
Roller, 30.07.2010
4.
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Ganz einfach: die Legalisierung aller Drogen.
obi wan 30.07.2010
5. Gegen jede Art von Titeln und Orden!!!!
Keine Ahnung wie Mexiko entkommen kann. Ich kann nur sagen: Sicher nicht durch so politisch vielleicht korrekte aber vollkommen nutzlose Konzepte wie Rauschgift legalisieren, Dialog suchen u.ä. Mal sehen wann hier die Ersten hier auftauchenk, die so etwas als alleiniges Allheilmittel ernsthaft verkaufen wollen.
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