Mexiko Armee nimmt Führungsmitglied von Drogenkartell fest

Mexikanische Soldaten haben den Sicherheitschef des Drogenkartells Sinaloa festgenommen. Der Mann gilt als Vertrauter von Joaquín Guzmán, dem wichtigsten Drogenboss des Landes. Das Morden im Krieg der Kartelle geht weiter - erneut fanden Sicherheitskräfte mehr als ein Dutzend Leichen.

REUTERS

Mexiko-Stadt - Die mexikanischen Streitkräfte haben ein hochrangiges Mitglied des Sinaloa-Drogenkartells festgenommen. Der Sicherheitschef von Kartellchef Joaquín "El Chapo" Guzmán sei in Culiacán, der Hauptstadt des mexikanischen Staates Sinaloa, gefasst worden. Das teilte das Militär am Sonntag mit.

Guzmán ist der wichtigste Drogenbaron Mexikos, er steht sogar auf der "Forbes"-Liste der mächtigsten Menschen der Welt. Auf den Milliardär ist ein Kopfgeld von sieben Millionen Dollar ausgesetzt. Seit seinem spektakulären Gefängnisausbruch in einem Wäschewagen im Jahr 2001 konnte er den Behörden aber immer wieder entwischen.

Die Festnahme ist ein kleiner Schritt im Kampf gegen die mächtigen Drogenkartelle. Wie weit der Weg zu einer Beherrschung der Lage ist, zeigte sich am Sonntag: Soldaten fanden im Osten des Landes in einem verlassenen Lastwagen 13 Leichen.

Bei den Opfern sei eine Nachricht gefunden worden, wonach sie im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg zwischen verfeindeten Kartellen getötet worden seien, teilten die Behörden mit. Die Leichen wurden am Sonntag im mexikanischen Staat Tamaulipas entdeckt, einige hundert Meter von der Grenze zum Nachbarstaat Veracruz. Der Lastwagen hatte nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Proceso" Nummernschilder des benachbarten Bundesstaates Veracruz.

In Veracruz liefern sich das Golf- und das Zetas-Kartell blutige Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Drogenhandel. In dem Bundesstaat waren vor wenigen Tagen zehn Leichen gefunden und elf weitere Menschen von fünf Kriminellen erschossen worden. Die Kriminellen kamen bei einem Schusswechsel mit Militärs ums Leben.

Im Kampf gegen die Drogenkartelle und Korruption hatte sich die Stadt Veracruz jüngst zu einem drastischen Schritt entschlossen: Führende Politiker lösten sämtliche Polizeieinheiten auf.

Seit Ende 2006 sind nach Schätzungen mexikanischer Medien bis zu 50.000 Menschen im Drogenkrieg getötet worden. Täglich kommen bis zu 70 Menschen ums Leben.

ulz/dapd/dpa



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caspiat 26.12.2011
1. Nicht nachplappern!
Lieber Autor, Joaquin Guzman ist erwiesenermassen nicht im Wäschewagen aus Puente Grande entflohen, sondern als Polizist verkleidet in Hochrangiger Begleitung aus dem Hochsicherheitsgefängnis herausgeführt worden. Plappern Sie bitte die Erklärungen und Rechtfertigungen, die unsere Medien und unsere Regierung fabrizieren, nicht ungeprüft nach. Wir werden massenweise mit Märchen überflutet, und grundsätzlich sollten Sie nichts, was Sie von hier berichten, ungeprüft übernehmen!
Hoffentlich_ausgeglichen 26.12.2011
2. Zustimmung
Zitat von caspiatLieber Autor, Joaquin Guzman ist erwiesenermassen nicht im Wäschewagen aus Puente Grande entflohen, sondern als Polizist verkleidet in Hochrangiger Begleitung aus dem Hochsicherheitsgefängnis herausgeführt worden. Plappern Sie bitte die Erklärungen und Rechtfertigungen, die unsere Medien und unsere Regierung fabrizieren, nicht ungeprüft nach. Wir werden massenweise mit Märchen überflutet, und grundsätzlich sollten Sie nichts, was Sie von hier berichten, ungeprüft übernehmen!
Ich finde Ihren Beitrag gut und richtig, ebenso wie die Tatsache, dass er hier veröffentlicht wurde. Es ist genau die Aufgabe von Journalisten Themen zu hinterfragen und zu prüfen, nicht einfach ein paar Dinge zusammen zu tragen, die Fakten zu sein scheinen. Einen Vorschlag hätte ich aber dennoch zu Ihrem Beitrag: bitte bei Aussagen auch stets Quellen angeben, so dass man "erwiesenermaßen" prüfen kann. ;-) Danke aber dennoch für den Beitrag. Anregung an den Autor: welche Erfahrungen hat man in der Vergangenheit gemacht, derlei Problemen Herr zu werden. Wie sieht es beispielsweise heute mit der Mafia in Italien aus? Konnte man dem Problem tatsächlich begegnen oder hat "die Firma" einfach ihre Strategie gewechselt und stellt manchmal den Ministerpräsidenten? Was folgt hieraus für Mexiko?
kosmohuman 26.12.2011
3. !
Zitat von sysopMexikanische Soldaten haben den Sicherheitschef des Drogenkartells Sinaloa festgenommen. Der Mann gilt als Vertrauter von Joaquín Guzmán, dem wichtigsten Drogenboss des Landes. Das Morden im Krieg der Kartelle geht weiter - erneut fanden Sicherheitskräfte mehr als ein Dutzend Leichen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,805785,00.html
Interessant ist die Ignoranz des Westens in diesem Zusammenhang! Wenn ich mich nicht irre, sterben mehr Menschen in Mexiko als in Afghanistan! Durch Drogen aus Mexiko sterben 100 mal mehr Menschen in den USA als durch Anschläge von Islamisten! Warum mischt man sich nicht dort und anderswo doch???
caspiat 26.12.2011
4. Quellenangabe
Zitat von Hoffentlich_ausgeglichenIch finde Ihren Beitrag gut und richtig, ebenso wie die Tatsache, dass er hier veröffentlicht wurde. Es ist genau die Aufgabe von Journalisten Themen zu hinterfragen und zu prüfen, nicht einfach ein paar Dinge zusammen zu tragen, die Fakten zu sein scheinen. Einen Vorschlag hätte ich aber dennoch zu Ihrem Beitrag: bitte bei Aussagen auch stets Quellen angeben, so dass man "erwiesenermaßen" prüfen kann. ;-) Danke aber dennoch für den Beitrag. Anregung an den Autor: welche Erfahrungen hat man in der Vergangenheit gemacht, derlei Problemen Herr zu werden. Wie sieht es beispielsweise heute mit der Mafia in Italien aus? Konnte man dem Problem tatsächlich begegnen oder hat "die Firma" einfach ihre Strategie gewechselt und stellt manchmal den Ministerpräsidenten? Was folgt hieraus für Mexiko?
[QUOTE=Hoffentlich_ausgeglichen;9352775]Ich finde Ihren Beitrag gut und richtig, ebenso wie die Tatsache, dass er hier veröffentlicht wurde. Es ist genau die Aufgabe von Journalisten Themen zu hinterfragen und zu prüfen, nicht einfach ein paar Dinge zusammen zu tragen, die Fakten zu sein scheinen. Einen Vorschlag hätte ich aber dennoch zu Ihrem Beitrag: bitte bei Aussagen auch stets Quellen angeben, so dass man "erwiesenermaßen" prüfen kann. ;-) Anabel Hernandez: Los Señores del narco (Verlag Grijalbo). Anabel Hernandez ist eine unabhängige Journalistin, die bereits ausgezeichnet wurde. Ihr über 600seitiges Buch stammt aus persönlichen Interviews und Dokumenten (die oft abgebildet sind). Der Fluchttag des Chapo Guzmán ist im Detail rekonstruiert, und es ist ausgeschlossen, dass er auf die Weise entkommen ist, wie offiziell angegeben. Zum offiziellen Zeitpunkt der Flucht war er noch im Gefängnis (wurde auch von einem Wärter gesehen, wie er mit zwei weiteren Häftlingen ins Sprechzimmer eines Arztes ging, und nicht mehr herauskam - zu einer Zeit, wo er laut Angaben bereits geflohen war). Das Buch enthält ebenfalls Details zum Tode von Nacho Coronel in Guadalajara, im Juli 2010, und bestätigt die Gerüchte, dass Nacho Coronel nicht tot ist.
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