Mexiko Bandenchef während Operation erschossen

Er wollte sein Gesicht und seine Fingerabdrücke verändern lassen: In Mexiko ist der Chef einer Gang in einer chirurgischen Klinik erschossen worden. Hintergrund der Tat ist offenbar ein Kampf um gestohlenes Benzin.

Spurensicherung nach einem Benzindiebstahl im Mai 2017
FRANCISCO GUASCO/ EPA/ REX/ SHUTTERSTOCK

Spurensicherung nach einem Benzindiebstahl im Mai 2017


Der Anführer einer Bande von Benzindieben ist in einer mexikanischen Schönheitsklinik getötet worden. Unbekannte Angreifer seien in das Krankenhaus in Puebla eingedrungen und hätten drei Männer und eine Frau erschossen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der getötete Gang-Anführer wollte sich demnach einem chirurgischen Eingriff im Gesicht unterziehen sowie seine Fingerabdrücke abändern lassen, um seine Identität zu verschleiern. Gegen die Ärzte ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen mutmaßlicher Komplizenschaft.

Treibstoffdiebstahl ist in Mexiko weit verbreitet. Täglich werden im Schnitt 28 Pipelines von ihnen angezapft. Der staatliche Ölkonzern Pemex verliert dadurch pro Jahr über eine Milliarde Dollar. Lokale Gruppen konkurrieren mit großen Verbrechersyndikaten um die Vormacht.

Der Angriff am Montag stand laut den Ermittlern in Zusammenhang mit Revierkämpfen zwischen Benzindieben. In der Ortschaft Tlatenango im Bundesstaat Puebla hatten Angreifer aus einem Geländewagen heraus das Feuer auf eine andere Gruppe eröffnet und fünf Menschen getötet. Die Staatsanwaltschaft teilte zum aktuellen Fall nun mit: "Wir gehen davon aus, dass in den Benzindiebstahl verwickelte Banden ihre Rechnungen beglichen haben."

apr/dpa/AP



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