Tote und Verletzte Mexikos Drogenkartelle schlagen zurück

Drei tote Soldaten, ein Dutzend Verletzte: In Mexiko ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen und Sicherheitskräften gekommen. Auch ein Militärhubschrauber wurde beschossen.

Ausgebrannter Bus in Jalisco: Neue Runde der Gewalt im Drogenkrieg
AFP

Ausgebrannter Bus in Jalisco: Neue Runde der Gewalt im Drogenkrieg


Neue Runde im Drogenkrieg in Mexiko: Erstmals seit langem haben die Kartelle gegen Polizei, Militär und Bürgerwehr zurückgeschlagen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden am Freitag insgesamt mindestens elf Menschen getötet und rund ein Dutzend weitere verletzt.

Im Westen des Bundesstaates Jalisco schossen Bewaffnete nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf einen Militärhubschrauber. Bei der Notlandung des Hubschraubers wurden drei Soldaten getötet und zwölf weitere Menschen verletzt. An Bord der Maschine waren neben fünf Crew-Mitgliedern elf Soldaten und zwei Bundespolizisten, die auf dem Weg zu einem Anti-Drogen-Einsatz waren.

In Guadalajara, der Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco, wurden Lastwagen und Busse in Brand gesetzt, in der Stadt Autlán lieferten sich Kartellmitglieder gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Im südlichen Bundesstaat Guerrero starben zwei Polizisten und sechs Mitglieder einer Bürgerwehr. Die Sicherheitskräfte hätten in Igualapa einen Kleintransporter mit den Milizionären an Bord stoppen wollen, teilte ein Vertreter des Ministeriums für öffentliche Sicherheit am Donnerstag mit. Die Milizionäre hätten sich der Aufforderung jedoch widersetzt und das Feuer eröffnet. Das Feuergefecht habe knapp eine Viertelstunde gedauert. Auf Seiten der Polizei sei zudem ein Kommandeur verletzt worden.

Seit dem Jahr 2006 wurden in Mexiko mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität getötet, weitere 22.000 gelten als vermisst.



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