Mexiko Mindestens neun Tote bei Kampf um besetztes Rathaus

Im Kampf gegen die Drogenkartelle organisieren sich in Mexiko immer mehr Bürger zum eigenen Schutz. In der Stadt Apatzingán hielt eine bewaffnete Gruppe ein Rathaus besetzt - bis das Militär anrückte. Der Zusammenstoß endete blutig.


Mexiko-Stadt - Bei Gefechten um ein seit zwei Wochen besetztes Rathaus in der mexikanischen Unruheregion Michoacán sind am Dienstag mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Einer starb, als Soldaten das Gebäude in der Stadt Apatzingán stürmten, acht weitere, als Bewaffnete das bereits wieder abrückende Militär angriffen. Bei der Militäraktion wurden 44 Menschen festgenommen, teilte der örtliche Sicherheitsbeauftragte Alfredo Castillo im Radiosender Imagen mit.

Mutmaßliche Anhänger lokaler Bürgerwehren hatten das Rathaus am 22. Dezember besetzt und die Festnahme des Kartellchefs der "Caballeros Templarios", Servando Gómez alias "La Tuta", gefordert.

Die Selbstverteidigungsgruppen hatten sich im Kampf gegen das organisierte Verbrechen in Mexiko gegründet und waren im vergangenen Jahr in einer neu geschaffenen Polizeieinheit aufgegangen.

Zuletzt kam es allerdings immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Fraktionen der Bürgerwehren. Die zwei wichtigsten Anführer sitzen mittlerweile in Haft.

kis/dpa

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