Mexiko Räuber lassen Zug entgleisen

Sieben Menschen sind beim Zusammenstoß zweier Züge in Mexiko verletzt worden. Offenbar hatten Räuber das Bremssystem manipuliert, um an die Fracht zu kommen.


Unbekannte haben bei einem versuchten Raub in Mexiko das Bremssystem eines Zuges manipuliert und damit einen Zusammenstoß mit einem weiteren Zug verursacht. Bei dem Vorfall im Bundesstaat Veracruz wurden nach Angaben lokaler Medien sieben Menschen verletzt.

Die Täter wollten die Fracht des Zugs stehlen, wie die betroffene Eisenbahngesellschaft Ferrocarril Mexicano, kurz Ferromex, auf Twitter mitteilte. Dazu sabotierten sie das Bremssystem auf den Gleisen in der Nähe der Gemeinde Acultzingo, hieß es. Was der Zug geladen hatte, wurde nicht bekannt.

Sechs Sabotageakte gegen Zuggesellschaft

Der Zug mit vier Lokomotiven und 39 Waggons ließ sich den Angaben zufolge nicht mehr kontrollieren und krachte auf einen stehenden Zug im Bahnhof von Orizaba. Die Wucht des Aufpralls zerriss einige Wagen und schleuderte sie neben die Gleise.

Gegen Züge der Ferromex seien in den vergangenen drei Wochen sechs Mal solche Sabotageakte ausgeführt worden, teilte die Eisenbahngesellschaft mit. Sie sei besorgt, da die Züge zum Teil auch chemische Stoffe transportieren, die ein Gesundheitsrisiko darstellen könnten, wenn sie freigesetzt würden.

Nach Angaben der mexikanischen Zeitung "Proceso" hat es im Jahr 2017 mehr als 1000 Überfälle auf Züge in dem lateinamerikanischen Land gegeben. Die meisten davon ereigneten sich demnach im Bundesstaat Veracruz.

kry/dpa



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