Vergewaltigung von Touristinnen: Der Alptraum von Punta Diamante

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Polizisten in Acapulco: Ermittlungen nach Vergewaltigung von spanischen Touristinnen

Sie wüteten zwei Stunden lang in einer Ferienanlage bei Acapulco: Mitten in der Nacht haben bewaffnete und vermummte Männer sechs spanische Touristinnen vergewaltigt. Von den Tätern fehlt jede Spur - und Mexikos legendärer Badeort sorgt sich nun vor allem um sein Image.

Mexiko-Stadt - Das 400 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt gelegene Acapulco ist seit Jahrzehnten eines der beliebtesten mexikanischen Reiseziele. In den fünfziger Jahren ein Treffpunkt der Hollywood-Prominenz ist es heute vor allem Ziel des einheimischen Massentourismus. Jetzt fürchten die Behörden einen Imageschaden - weil der vermeintliche Traumort für eine spanische Reisegruppe zum Alptraum geworden ist.

Ein bewaffnetes Kommando ist in eine Hotelanlage bei Acapulco eingedrungen und hat sechs spanische Touristinnen vergewaltigt. Sieben männliche Begleiter, ebenfalls Spanier, wurden gefesselt und ausgeraubt, wie die Behörden in Acapulco mitteilten. Bislang konnte kein Tatverdächtiger identifiziert oder gar festgenommen werden. Die Opfer und Augenzeugen hätten kaum brauchbare Hinweise geben können, weil die Angreifer maskiert waren, hieß es.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Acapulco, Luis Walton Aburto, und der Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Guerrero, Martha Elba Garzón, drangen fünf bewaffnete und vermummte Männer am Montag gegen 2.30 Uhr Ortszeit in die Hotelanlage ein und überfielen die Urlauber in einem der Bungalows. Die Spanierinnen wurden mehrfach vergewaltigt, die sieben Männer misshandelt und mit Drähten, Kabeln oder Bademantelgürteln gefesselt. Eine Mexikanerin, die ebenfalls zu der Gruppe gehörte, blieb offenbar unversehrt. Die Täter wüteten den Angaben zufolge zwei Stunden lang und verschwanden gegen 4.30 Uhr.

"Was passiert ist, ist sehr bedauerlich, aber so was passiert überall auf der Welt", sagte der Bürgermeister. Es gebe bisher keine Hinweise, dass die Täter zur organisierten Kriminalität gehörten. Die Tageszeitung "El Universal" berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, dass die Täter ihren Opfern 16 Handys, zwei Laptops, drei Kameras, zwei Tablet-Computer, mehrere MP3-Spieler, Kreditkarten und Brieftaschen mit Bargeld raubten.

Die Vier-Sterne-Hotelanlage liegt in Punta Diamante in den südöstlichen Vororten Acapulcos nahe dem internationalen Flughafen der Pazifikmetropole. Als Alternative zur verschmutzten Bucht von Acapulco im Zentrum der Stadt bieten sich hier Strände am offenen Pazifik. Walton Aburto sagte, die Tat werde Acapulco schaden. Die bei einheimischen wie internationalen Touristen beliebte Region Mexikos ist seit Jahren einer der Schauplätze des mexikanischen Drogenkrieges.

In den vergangenen Jahren waren im Drogenkrieg im Bundesstaat Guerrero unzählige Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden versichern, die Lage habe sich gebessert. In vielen Gemeinden nehmen die Menschen aber das Gesetz selbst in die Hand. Sie bilden Bürgerwehren, die auf eigene Faust für Recht und Ordnung sorgen wollen.

wit/dpa/AFP

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