Toter deutscher Radfahrer in Mexiko Ermittler gehen von Überfall aus

Ein 43-jähriger Radfahrer aus Hessen wurde in Mexiko erschossen - das hat nun auch die Staatsanwaltschaft bestätigt. Sie hatte zuvor von einem Unfall gesprochen.

Demonstration nach dem Tod der Radfahrer in San Cristobal de las Casas, Mexiko (Archiv)
AFP

Demonstration nach dem Tod der Radfahrer in San Cristobal de las Casas, Mexiko (Archiv)


Die Staatsanwaltschaft im mexikanischen Bundesstaat Chiapas hat Mordermittlungen im Fall eines toten deutschen Radfahrers bestätigt. Der 43-Jährige aus Freigericht bei Frankfurt sei erschossen worden, sagte Staatsanwalt Luis Alberto Sánchez. Im Schädel sei ein Einschussloch gefunden worden. Die Ermittler gehen demnach von einem Überfall aus.

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, der Fall sei zur Kenntnis genommen worden. Ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft sei in Kontakt mit dem Bruder des getöteten Radfahrers, der sich derzeit im Süden des lateinamerikanischen Landes aufhält. Der Bruder hatte zuvor den Tod des Radlers bestätigt und von einem Mord gesprochen. Die Staatsanwaltschaft in Chiapas war zunächst von einem Unfall ausgegangen.

Ein ebenfalls tot gefundener polnischer Radfahrer war bereits zu Beginn der Woche identifiziert worden. Die Leiche war ohne Kopf aufgefunden worden. Laut Sánchez wurde der Mann nicht enthauptet, sondern der Kopf wurde abgetrennt, als der Körper einen Hang nahe San Cristóbal de las Casas hinuntergeworfen wurde.

bbr/dpa



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