Mexiko US-Paar soll Babys für 3000 Dollar gekauft haben

Ein Leben für 3000 Dollar: Ein Ehepaar aus Texas soll in Mexiko mehr als ein Dutzend Kinder gekauft haben, um sie in den Vereinigten Staaten weiterzuverkaufen. Jetzt wurden die beiden mutmaßlichen Menschenhändler festgenommen.


Monterrey - Der 64-Jährige und seine 25-jährige Frau stehen den Behörden zufolge im Verdacht, mehr als ein Dutzend Kinder im Alter bis zu zwei Jahren gekauft zu haben. Der mutmaßliche Kinderhandel flog auf, als eine Frau am Montag ihre Enkelin auf einer Polizeiwache in Reynosa als vermisst melden wollte. Dort sah sie durch Zufall den verdächtigen 64-Jährigen und gab an, er habe das Baby.

Nachdem die Polizei das Mädchen in einem Haus im nahegelegenen Rio Bravo entdeckt hatte, wurde das Paar festgenommen. Die Mutter des Kindes gestand, das Neugeborene für 3000 Dollar (1.900 Euro) verkauft zu haben. Gegen sie wird nun ebenfalls ermittelt. Bei dem Paar wurde der Polizei zufolge ein Notizbuch gefunden, in dem zahlreiche weitere Babys aufgeführt sind.

Nach seiner Festnahme erklärte der Beschuldigte, er sei Missionar und helfe Schwangeren, die aus Geldmangel kein Kind großziehen könnten. Nach mexikanischem Recht können Kinder zur Adoption ins Ausland vermittelt werden. Allerdings darf damit kein Profit erzielt werden, und die Bundesregierung muss zustimmen.

ala/AP



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